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Ökumene

Enzyklopädieartikel

Ökumene (griechisch oikoumene: bewohnte Erde), der von Menschen bewohnte Teil der Welt, im Unterschied zum unbewohnten Teil, der Anökumene (ohne Polargebiete, Wüsten und Ozeane).

Griechische Wissenschaftler (darunter Eudoxos, Hipparchos und Eratosthenes) vertraten die Ansicht, menschliches Leben sei auf der Erde nur in einer gemäßigten, klimatisch begünstigten Zone möglich. In dieser Zone befinde sich Griechenland und der mediterrane Kulturraum. Nördlich und südlich der gemäßigten Zone würde das Klima für Menschen immer unzuträglicher, so dass dort menschliches Leben unmöglich sei. Der Begriff hatte auch einen moralischen Unterton; danach würden die Menschen immer unzivilisierter, je weiter sie von der gemäßigten Zone entfernt wohnten. In diesem Sinn verwendete der Geschichtsschreiber Herodot den Begriff. Mit der Entdeckung der Kugelgestalt der Erde wurde eine gemäßigte Zone sowohl für die Nord- wie die Südhalbkugel der Erde angenommen. Eine Beschreibung der in der Antike bekannten Welt lieferte der griechische Geograph Strabo, der um Christi Geburt tätig war.

Der Begriff Ökumene wurde früh vom Christentum adaptiert und wird heute nur noch im christlichen Zusammenhang gebraucht (siehe ökumenische Bewegung).

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