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  • Ritterorden – Wikipedia

    Die ersten geistlichen Ritterorden sind während der Kreuzzüge entstandene Ordensgemeinschaften, die ursprünglich zum Schutz, Geleit und Pflege der Pilger ins Heilige Land ...

  • Ritterorden

    Mit der wachsenden Bedeutung des christlichen Glaubens im Rahmen des politischen und wirtschaftlichen Lebens der frühmittelalterlichen ...

  • Ritterorden

    Die Ritterorden . Die Tempelritter Ordensregeln der Templer (dt) Zur Templerkomturei . Der Lazarusorden Zur Lazaruskomturei . Zur Johanniterkomturei

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Ritterorden

Enzyklopädieartikel

Ritterorden, im Rahmen der Kreuzzüge entstandene christliche Gemeinschaften von Rittern, die den Kampf gegen die Ungläubigen und den Pilgerschutz mit karitativen Aufgaben verbanden und nach bestimmten Ordensregeln lebten.

Die ersten Ritterorden entstanden in Syrien: die Johanniter in ihren Grundzügen schon vor dem 1. Kreuzzug, die Templer 1119 und der Deutsche Orden 1198; weitere bildeten sich seit der Mitte des 12. Jahrhunderts im Zuge der Reconquista auf der Iberischen Halbinsel (Êvora, Avís, Calatrava, Jakobusorden) und im noch zu christianisierenden Baltikum (Schwertbrüderorden, Orden von Dobrin).

Die Orden setzten sich üblicherweise aus drei Gruppen von Mitgliedern zusammen: Ritter, dienende Brüder und Kleriker, zudem Mitbrüder und bisweilen weibliche Mitglieder. Die Ordensbrüder unterstanden durch die Ablegung der Mönchsgelübde (Armut, Keuschheit und Gehorsam) dem Kirchenrecht. Für die innere Ordnung sorgten vom Papst bestätigte Regeln, Statuten und Verfahrensvorschriften. Die Orden waren streng hierarchisch gegliedert: An der Spitze stand der Großmeister bzw. Hochmeister, der von einem Konvent hoher Würdenträger und dem Generalkapitel beraten wurde. Ihnen unterstanden Ordensprovinzen („Zungen”), (Groß-)Priorate, Kommenden und Häuser.

Die Ritterorden waren zunächst eine Art stehendes Heer der Kreuzfahrerstaaten mit gewaltigen Burgen als Stützpunkte. Sie wurden wegen ihres hohen Ansehens von Herrschern und Privatleuten in ganz Europa beschenkt. Sie waren privilegiert, reich und mächtig, aber sie waren nicht unangefochten. So wurde der Templerorden 1312 in Frankreich im Rahmen eines von König Philipp IV. inszenierten Prozesses aufgehoben. Dem Deutschen Orden gelang es, im Baltikum einen eigenen Staat zu gründen, die Johanniter taten dies 1310 auf Rhodos und 1530 auf Malta (Malteserorden). Seit dem 14. Jahrhundert entstanden auf Initiative von Fürsten und Königen neue Ritterorden, teils zur Abwehr von Türken und Häretikern, teils zur Integration des Adels in das höfische Leben und seine Ideale (Orden des Heiligen Geistes in Frankreich, Hosenbandorden in England, Orden des Goldenen Vlieses in Burgund). Noch heute existieren Ritterorden, die zum Teil in enger Verbindung zur römischen Kurie stehen; einige von ihnen haben die karitative Zielsetzung beibehalten (z. B. Malteser und Johanniter).

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