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Ozeanische Sprachen

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Ozeanische Sprachen, östlicher Zweig der austronesischen Sprachen, mit knapp über zwei Millionen Sprechern. Sie gliedern sich in die 350 bis 400 westozeanischen Sprachen, die in Melanesien (ohne polynesische Enklaven) und in Küstenregionen Neuguineas von etwas mehr als einer Million Menschen gesprochen werden sowie die circa 40 ostozeanischen Sprachen in Mikronesien und Polynesien. Während für Melanesien typisch ist, dass dort eine oder mehrere Sprachen auf einer Insel gesprochen werden, erstrecken sich die Sprachen Mikronesiens und Polynesiens meist über mehrere Inseln, und die Anzahl der Sprecher einzelner Sprachen ist größer.

Polynesische Sprachen werden von etwa 700 000 Menschen gesprochen. Einige dieser Sprachen werden aber auch in Mikronesien und Melanesien gesprochen. Die bekanntesten polynesischen Sprachen sind das Maori auf Neuseeland mit etwa 100 000 Sprechern sowie Hawaiianisch mit etwa 20 000 Sprechern und Samoanisch mit über 200 000 Sprechern. Die ozeanischen Sprachen verfügen nicht über eine Schrifttradition. Einzige Ausnahme sind die so genannten RongoRongo-Inschriften, die auf der Osterinsel gefunden wurden. Diese Schrift konnte bisher nicht entziffert werden.

Das Lautsystem der ozeanischen Sprachen ist unterschiedlich umfangreich, oft mit geringem Konsonantenbestand. Das Verb steht am Anfang des Satzes. Bei der ersten Person Plural wird unterschieden, ob der Angesprochene in die erste Person Plural einbezogen ist oder nicht. Im Bereich der Pronomen existieren auch spezielle Formen für zwei Personen, gelegentlich auch für drei Personen.

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