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Pflanzensoziologie

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Pflanzensoziologie, Lehre von der Zusammensetzung und Entwicklung der Pflanzengesellschaften.

Die Pflanzensoziologie erfasst, beschreibt und systematisiert die Pflanzengemeinschaften (Phytozönosen) eines Gebiets. Als Grundeinheit werden die Assoziationen (lateinische Endung: -etum) betrachtet, Assoziationen werden zu Verbänden (-ion) zusammengefasst, diese wiederum zu Ordnungen (-etalia) und schließlich zu Klassen (-etea). Eine in Mitteleuropa verbreitete Assoziation ist z. B. der Perlgras-Buchenwald (Melico-Fagetum) aus dem Verband der Buchenwälder (Fagion sylvaticae), der Ordnung der mesophytischen (an mäßig feuchte Standorte angepassten) Buchen- und Laubmischwälder (Fagetalia sylvaticae) und der Klasse der Eurosibirischen Falllaubwälder (Querco-Fagetea, siehe sommergrüne Laubwälder). Eine Assoziation kann weiter untergliedert werden in Subassoziation, Variante, Subvariante und Fazies. Pflanzengesellschaften sind durch immer wiederkehrende ganz bestimmte Pflanzensippen (oder Taxa) charakterisiert. Es gibt also kein zufälliges Nebeneinander dieser Pflanzenbestände, sondern diese sind das Ergebnis einer standortbedingten Auslese. Die Ausprägung der jeweiligen Pflanzengesellschaft spiegelt die Umweltbedingungen wider, die zu ihrem Aufbau und ihrer Erhaltung beitragen oder beigetragen haben.

Um den Aufbau und die Veränderungen von Pflanzengemeinschaften verstehen zu können, müssen bestimmte Parameter der beteiligten Populationen analysiert werden, wie etwa Altersstruktur, Größe, Fortpflanzung und Verjüngung. Dabei zeigt sich, dass Pflanzengemeinschaften gesetzmäßig von ihrer Umwelt abhängige und durch Konkurrenz geprägte Kombinationen von Pflanzensippen darstellen, die (etwa bei Änderungen der Standortbedingungen) ineinander übergehen. Dies lässt sich z. B. bei der Besiedlung von Ödland verfolgen: Zuerst besiedeln einjährige Pionierpflanzen den Rohboden, dann folgen Gräser und Kräuter, dann gebüschartige Holzpflanzen, die ihrerseits den langlebigen Laub- und Nadelhölzern weichen. Am Ende dieser als Sukzession (siehe Ökologie) bezeichneten Abfolge von Pflanzengemeinschaften am selben Ort entsteht eine biozönotische Gemeinschaft mit komplexen Ordnungs- und Wirkungsgefügen. Die unterschiedlichen Pflanzengesellschaften heben sich an ihren Grenz- und Kontaktzonen erkennbar voneinander ab.

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