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    Propagandafilm ist die Bezeichnung für einen Dokumentar-, Kurz-oder Spielfilm, der versucht, den Zuschauer durch das Hervorrufen von und Emotionen und Ressentiments gezielt zu ...

  • Propaganda – Wikipedia

    Dieser Artikel behandelt den Mechanismus Propaganda; zu anderen Bedeutungen siehe Propaganda (Begriffsklärung).

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Propagandafilm

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Leni Riefenstahl: Olympia (1938)Leni Riefenstahl: Olympia (1938)

Propagandafilm, Film, der in Form und Inhalt planmäßig – offen oder auch verdeckt – darauf abzielt, den Zuschauer politisch zu manipulieren.

Kommerzielle patriotische Spielfilme (insbesondere im Genre des Melodrams oder des Kriegsfilms) und amtliche bzw. offiziöse filmische Berichterstattung (Wochenschauen, Filmdokumentationen) können als Instrumente politischer Erziehung fungieren (im weiteren Sinne können auch Filmproduktionen in staatlichem Auftrag, die zur politischen Bildung der Jugend, von Soldaten, Berufsgruppen etc. eingesetzt werden, als Propagandafilme bezeichnet werden). Propagandafilme werden seit dem 1. Weltkrieg von kriegsführenden Ländern hergestellt zur Unterstützung der eigenen Kriegsanstrengungen: Mit der Herstellung von Propagandafilmen wurden eigens der Regierung unterstellte Institutionen betraut (im Deutschen Reich 1917 das Bild- und Filmamt (BUFA); in Frankreich der Service Photographique et Cinématographique de l’Armée; in England die Cinematograph Section of the Department of Information; in den USA die Filmabteilung des Committee of Public Information). Viele der großen sowjetischen Filme nach der Oktoberrevolution standen im Dienst der Propaganda (Revolutionsfilme von Sergej Eisenstein, Wsewolod Pudowkin, Alexander Dowshenko; Kino-Prawda-Wochenschauen von Dsiga Wertow).

Während der Zeit des Nationalsozialismus war der Film in Deutschland ein wesentlicher Faktor politischer Beeinflussung: Die Reichsfilmkammer wurde bereits im Juni 1933 Goebbels’ Propagandaministerium unterstellt und diente dem Regime mit einer umfangreichen Produktion von propagandistischen Unterhaltungsfilmen (z. B. Veit Harlans antisemitischer Hetzfilm Jud Süß, 1940). Leni Riefenstahl drehte semidokumentarische Propagandafilme: Sieg des Glaubens (1933) und Triumph des Willens (1934) über die Nürnberger Reichsparteitage und den Zweiteiler über die Olympiade 1936 in Berlin, Fest der Völker und Fest der Schönheit (1938). Die großen „Feldzugsfilme” des Dritten Reichs, gedreht von Kriegsberichterstattern während der militärischen Erfolge der Anfangszeit, stellten etwas völlig Neues auf dem Gebiet der Kriegsreportage dar (1940, Sieg im Westen; 1941, Feuertaufe). Diesen Filmen am nächsten kamen von alliierter Seite die Filme der britischen „Army Kinematograph Unit” (1943, Desert Victory; 1943 Tunisian Victory) und sowjetische Filme wie Stalingrad (1943). Mit dem Kriegseintritt der USA begannen die Hollywoodstudios mit der Produktion von kommerziellen Propagandafilmen. Es arbeiteten auch etablierte Regisseure wie Frank Capra, John Ford, William Wyler und John Huston für das „American Office of War Information” (Filmserie von Frank Capra Why we fight, 1942-1945). Auch nach dem 2. Weltkrieg wurden zahlreiche Filme zum Zweck politischer Manipulation gedreht (in den Jahrzehnten des Kalten Krieges verbreiteten beispielsweise die „Amerika-Häuser” die offizielle Propaganda der USA, betrieben vom United States Information Service). Der Vietnamkrieg hatte 1967 weltweit eine Anzahl politischer Agitationsfilme unterschiedlichster ideologischer Position zur Folge.

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