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Rosenmontag

Enzyklopädieartikel

Rosenmontag, der Montag vor Fastnachtsdienstag, an dem traditionell die Mehrzahl der Karnevalsumzüge abgehalten werden. Die ursprünglich nur im Rheinland verbreitete Bezeichnung für den Fastnachtsmontag kann in Köln ab kurz nach 1830 belegt werden. Sie wurde in der Folge durch die Verbreitung der Kölner Form des Karnevals auch in anderen Landstrichen des deutschsprachigen Raums übernommen. Die Bezeichnung Rosenmontag geht auf die Gepflogenheit des Kölner Organisationskomitees zurück, das seit 1824 für die Vorbereitung der Umzüge verantwortlich war, am Sonntag Lätare (Mittfasten, dem Rosensonntag, siehe Frühlingsfeste) bzw. am darauf folgenden Montag zur Generalversammlung zusammenzutreten. Das Komitee, das sich am Montag versammelte und den Rosenmontagszug ausgestaltete, hieß Rosenmontagsgesellschaft.

Die früher üblichen Bezeichnungen wie „blauer”, „guter” oder „geiler” (fröhlicher) Montag können wahrscheinlich darauf zurückgeführt werden, dass am Nachmittag des Rosenmontags traditionell nicht gearbeitet wurde. Die bisweilen bemühte Herleitung des Begriffs von einer älteren Bezeichnung rasender Montag (rasen im Sinn von „über die Stränge schlagen”, „ausgelassen sein”, „toben”) muss als nicht korrekt angesehen werden.

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