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Rotunde

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Innenansicht des PantheonsInnenansicht des Pantheons

Rotunde, meist überkuppelter Rundbau, oft mit kreisförmigem Innenraum. Sie ist ursprünglich die Bauform des antiken Mausoleums, von denen die römischen Kaisermausoleen am bekanntesten sind (Engelsburg in Rom). Vom Memorialbau übernahm der frühchristliche Kirchenbau den Typus, ihr frühester Vertreter ist die von Konstantin dem Großen in Auftrag gegebene Anastasis-Rotunde (Auferstehungskirche, 335 geweiht) im Komplex der „Grabeskirche” in Jerusalem. In der Renaissance knüpft die Baukunst mit der Einführung des runden tempietto (Bramante) wieder an die Antike an, eine Entwicklung, die schließlich in die Rundtempel der Gartenanlagen in Spätbarock und Klassizismus einmündet. Rotunden sind auch die Bauform der im 19. Jahrhundert beliebten Panoramen. In der Architektur der Nachkriegszeit hat die Rotunde durch die Einführung der Leichtbauweise wieder an Bedeutung gewonnen, so bei Sporthallen (Rom, Pier Luigi Nervi, 1956/57 und 1958/60). In Indien ist die Stupa eine entsprechende Bauform.

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