Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse SalamanderEnzyklopädieartikel
Salamander, systematisch nicht einheitliche Amphibiengruppe aus der Ordnung der Schwanzlurche. Salamander unterscheiden sich äußerlich in keinem durchgängig vorhandenen Merkmal von Molchen. Allerdings verbringen sie in der Regel mehr Zeit an Land, während Molche häufiger im Wasser zu finden sind. Die meisten Salamander erreichen eine Gesamtlänge von 10 bis 20 Zentimetern; sie haben einen walzenförmigen Körper und einen langen Schwanz. Ihre Haut ist nackt und reich an Drüsen, bei einigen Arten sind die Giftdrüsen am Rücken besonders ausgeprägt. Salamander sind in den tropischen bis gemäßigten Regionen der Nordhemisphäre verbreitet; die Mehrzahl lebt in Lateinamerika und den Vereinigten Staaten von Amerika. Wie die Molche ernähren sich Salamander von Wirbellosen, kleinen Fischen und Fröschen. Sie bewohnen vorwiegend feuchte Wälder in der Nähe von Süßgewässern, wo sie unter Felsen, Laub und Baumstämmen oder in Höhlen Unterschlupf finden. Zur Fortpflanzungszeit im Frühjahr und Sommer legen die meisten Salamander ihre Eier im Wasser ab. Manche Arten sind lebendgebärend (Viviparie), andere brüten ihre Eier im Körper aus (Ovoviviparie). Einige Salamander sind zur Fortpflanzung nicht auf Gewässer angewiesen. In manchen Fällen trägt von verschiedenen Arten derselben Gattung eine im Deutschen den Namen Salamander, während eine andere als Molch bezeichnet wird. Zu den Echten Salamandern, die einen relativ kurzen Schwanz haben und überwiegend an Land leben, zählen beispielsweise Alpensalamander und Feuersalamander, die beide auch in Mitteleuropa vorkommen. In Italien beheimatet ist der relativ kleine Brillensalamander, im Nordwestteil der Iberischen Halbinsel kommt der Goldstreifensalamander vor, der einen sehr langen, dünnen Schwanz hat. Eine andere Familie von Salamandern sind die ausschließlich im Wasser lebenden Riesensalamander. Sie sind die größten Amphibien weltweit: Der Japanische Riesensalamander erreicht Längen von bis zu 1,8 Metern, der nahe verwandte Chinesische Riesensalamander wird fast ebenso lang, und der in Nordamerika beheimatete Schlammteufel erreicht bis zu 75 Zentimeter. Am artenreichsten ist die Familie der Lungenlosen Salamander, deren Vertreter ausschließlich über die Haut atmen. Einige Salamander können bei der Jagd ihre Zunge wie Frösche weit aus dem Maul schleudern. Zu dieser Familie gehören die Höhlensalamander, von denen mehrere Arten auf Sardinien und dem benachbarten Festland Italiens und Südfrankreichs leben. Systematische Einordnung: Salamander und Molche bilden die Familie Salamandridae der Ordnung Caudata. Der Goldstreifensalamander trägt den wissenschaftlichen Namen Chioglossa lusitanica. Riesensalamander bilden die Familie Cryptobranchidae. Der Japanische Riesensalamander heißt Andrias japonicus, der Chinesische Riesensalamander Andrias davidianus. Lungenlose Salamander bilden die Familie Plethodontidae und Höhlensalamander die Gattung Hydromantes.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |