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Windows Live® Suchergebnisse SatrapEnzyklopädieartikel
Satrap (altpersisch-griechisch, eigentlich „Schützer der Herrschaft”), Titel der Provinzstatthalter der achaimenidischen Großkönige in Persien. Innerhalb seiner Provinz, der Satrapie, hatte der Satrap die oberste militärische, richterliche und administrative Gewalt inne. Unter Dareios I., der die Verwaltung des persischen Riesenreiches neu organisierte, entstanden 20 Satrapien, die jeweils genau festgelegte Steuern zu erbringen und Truppenkontingente zu stellen hatten. Die Einteilung des Reiches in Satrapien und deren enge Anbindung an und Überwachung durch die Zentralmacht bildete überhaupt die Voraussetzung für die Verwaltung des Perserreiches. Den Verfall des Perserreiches im 5./4. Jahrhundert v. Chr. nutzten die Satrapen vielfach zur Errichtung relativ selbständiger Landesherrschaften. Nach der Eroberung des Perserreiches übernahmen Alexander der Große und das seleukidische Nachfolgereich im Wesentlichen die Untergliederung in Satrapien; die Macht der Satrapen wurde allerdings oftmals auf den zivilen Bereich beschränkt, und für den militärischen Bereich wurden ihnen Strategen beigeordnet. Da auch im Seleukidenreich manche Satrapen nach Unabhängigkeit und Herauslösung ihres Herrschaftsbereiches aus dem Reich strebten, wurden im 3. und 2. Jahrhundert v. Chr. einige Satrapien verkleinert bzw. die Satrapen durch Strategen ersetzt.
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