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Windows Live® Suchergebnisse Schleswig-holsteinische FrageEnzyklopädieartikel
Schleswig-holsteinische Frage, auch Schleswig-Holstein-Frage, Bezeichnung für den Problemkomplex der Zugehörigkeit der beiden so genannten Elbherzogtümer zu Deutschland bzw. zu Dänemark. Forciert wurde die Frage im 19. Jahrhundert u. a. durch den aufstrebenden Nationalismus und die Interessen der Großmächte an Zugangsmöglichkeiten zu Nord- und Ostsee. Die Schleswig-holsteinische Frage führte zu den Deutsch-Dänischen Kriegen. Schleswig gehörte zu Dänemark, Holstein entsprechend den Beschlüssen des Wiener Kongresses von 1815 zum Deutschen Bund, aber beide Herzogtümer wurden in Personalunion von Dänemark aus regiert. Im Revolutionsjahr 1848 kam es auf Grund der besonders von den so genannten „Eiderdänen” vertretenen dänischen Politik, die eine vollständige Eingliederung Schleswigs in den dänischen Staat anstrebte, in Schleswig und Holstein zu einem Aufstand der Deutschen, die schließlich eine provisorische schleswig-holsteinische Regierung konstituierten. Der Deutsche Bund, der mit dieser Regierung sympathisierte, entsandte Bundestruppen, hauptsächlich preußische, die Schleswig-Holstein gegen Dänemark unterstützen sollten. Obwohl die deutschen Truppen in diesem 1. Deutsch-Dänischen Krieg überlegen waren, wurde im Mai 1852 auf internationalen Druck hin im 2. Londoner Protokoll die alte Personalunion zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark wiederhergestellt. An der Einbeziehung von Schleswig in die Verfassung des dänischen Staates entzündete sich 1864 der 2. Deutsch-Dänische Krieg: Der Deutsche Bund entsandte preußische und österreichische Truppen gegen Dänemark, die durch die Besetzung Schleswigs und Jütlands den Krieg rasch für sich entschieden. Im Frieden von Wien vom 30. Oktober 1864 musste Dänemark Schleswig und Holstein abtreten; die beiden Herzogtümer kamen unter die gemeinsame Verwaltung durch Österreich und Preußen. Schon gegen Ende des Jahres 1864 wurde dieses Kondominium wegen wachsender Spannungen wieder aufgegeben, und entsprechend der Gasteiner Konvention vom August 1865 verwaltete Österreich fortan Holstein, Preußen Schleswig. Die preußisch-österreichischen Spannungen blieben dennoch bestehen und führten 1866 schließlich in den Deutschen Krieg, an dessen Ende Schleswig-Holstein an Preußen fiel. Nach dem 1. Weltkrieg kam Nordschleswig 1920 nach einer Volksabstimmung zu Dänemark.
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