Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse SchwanzmeiseEnzyklopädieartikel
Schwanzmeise, gesellig lebender, kleiner, rundlicher Singvogel mit langem Schwanz und kleinem dunklem Schnabel, der trotz seines Namens nicht zur Familie der Meisen gehört. Die Schwanzmeise ist in Eurasien vom Atlantik bis zum Pazifik (einschließlich Japan) verbreitet. Sie erreicht eine Länge von 12 bis 14 Zentimetern, wovon etwa neun Zentimeter auf den Schwanz entfallen. Die Gefiederzeichnung ist je nach Unterart sehr variabel. Die mitteleuropäischen Schwanzmeisen haben schwarze oder bräunliche Überaugenstreifen, die im Nacken zusammenfließen. Ihr Rückengefieder ist schwarzbraun schattiert und die Bauchseite hellbraun oder cremefarben. Nördliche Unterarten sind im Allgemeinen heller gefärbt. Schwanzmeisen sind Standvögel oder Teilzieher; sie bewohnen unterholzreiche Laub- und Mischwälder sowie Parks und Gärten. Sie suchen geschickt an Zweigspitzen kletternd Nahrung, die aus kleinen Insekten wie Blattläusen, Spinnen sowie aus Knospen und Früchten besteht. Im Gegensatz zu Meisen bilden Schwanzmeisen keine Reviere. Ihr kunstvolles, aus Moos, Flechten, Spinnweben, Pflanzenfasern und Federn gebautes Nest, das im Geäst aufliegt, hat einen seitlichen Eingang. Ein Gelege umfasst 7 bis 14 Eier. Es wird knapp zwei Wochen bebrütet; die Jungen verlassen das Nest im Alter von zweieinhalb Wochen. Erwachsene Schwanzmeisen, die keine eigenen Jungen aufziehen, helfen gelegentlich anderen – vorzugsweise nahe verwandten – Brutpaaren bei der Jungenaufzucht (zum Selektionsvorteil dieses Verhaltens siehe Soziobiologie; Verhaltensökologie); sie erkennen Verwandte an deren Rufen (Nature, 2005). In frostigen Winternächten versammeln sich Schwanzmeisen an geschützten Plätzen (z. B. Baumspalten) und schmiegen sich dort aneinander. Systematische Einordnung: Die Schwanzmeise heißt zoologisch Aegithalos caudatus, sie gehört zur Familie Aegithalidae.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |