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  • Grigori Jewsejewitsch Sinowjew – Wikipedia

    Grigori Jewsejewitsch Sinowjew (russisch   Григорий Евсеевич Зиновьев, wiss. Transliteration Grigorij Evseevič Zinov'ev; eigentlich:

  • WEB.DE - Lexikon

    Grigori Jewsejewitsch Sinowjew (russisch   Григорий Евсеевич Зиновьев, wiss. Transliteration Grigorij Evseevič Zinov'ev; eigentlich:

  • Prozessbericht über die Strafsache des trotzkistisch ...

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Grigorij Jewsejewitsch Sinowjew

Enzyklopädieartikel

Grigorij Jewsejewitsch Sinowjew, eigentlich G. J. Radomylskij, (1883-1936), sowjetischer Politiker, nach dem Tod Wladimir I. Lenins einer der Gegenspieler von Jossif W. Stalin. Sinowjew wurde am 11. September 1883 in Jelisawetgrad geboren. 1903, nach der Spaltung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands, schloss er sich den Bolschewiki an, kam 1907 ins Zentralkomitee der Partei und folgte 1908 Lenin als enger Mitarbeiter ins Schweizer Exil. Während der Oktoberrevolution 1917 stimmte er gegen die gewaltsame Machtübernahme der Bolschewiki. Seit 1917 Vorsitzender des Petrograder Sowjets, leitete er ab 1919 auch das Exekutivkomitee der Komintern und war ab 1921 Mitglied des Politbüros. Im Kampf um die Nachfolge Lenins bildete er 1924 zusammen mit Stalin und Lew B. Kamenew eine Troika gegen Lew D. Trotzkij. 1925 wandte er sich mit Kamenew und Trotzkij gegen Stalin, wurde auf dem XIV. Parteitag der KPdSU als Führer der Opposition verurteilt und 1926 aller Ämter enthoben; 1927 folgte der Ausschluss aus der Partei. Zwischenzeitlich rehabilitiert, ließ Stalin ihm moralische Mitschuld an der Ermordung Sergej M. Kirows (1934) zuweisen. 1935 wurde er wegen „moralischer Komplizenschaft” bei der Ermordung Kirows zu zehn Jahren Haft verurteilt und 1936 im Rahmen der „Großen Säuberung” (Tschistka) zum Tod verurteilt. Sinowjew wurde am 25. August 1936 hingerichtet. 1988 wurde das Urteil formell aufgehoben.

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