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Robert Siodmak

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Rächer der Unterwelt (1946)Rächer der Unterwelt (1946)

Robert Siodmak (1900-1973), amerikanischer Filmregisseur. Nachdem er Mitte der zwanziger Jahre seine Karriere in Deutschland begonnen hatte, verschaffte er sich in den vierziger Jahren in Hollywood Renommee mit Filmen der Schwarzen Serie.

Siodmak wurde am 8. August 1900 in Memphis (Tennessee) als Sohn eines Bankangestellten aus Leipzig geboren und wuchs in Deutschland auf, nachdem seine Eltern 1901 die USA verlassen hatten. Nach einem Studium an der Universität Marburg kam er 1925 zur Ufa und inszenierte 1929 zusammen mit Edgar G. Ulmer Menschen am Sonntag. Wegen seiner jüdischen Herkunft emigrierte er nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 zunächst nach Frankreich, 1940 in die USA, wo er in Hollywood ab 1941 als Spezialist für atmosphärisch dichte Thriller und Kriminalfilme bei B-Pictures Regie führte. Siodmak profilierte sich als Meister der Schwarzen Serie; es entstanden eine Reihe überragender Werke dieses Genres: Phantom Lady (1943; Zeuge gesucht), Christmas Holiday (1944; Weihnachtsurlaub) und The Spiral Staircase (1945; Die Wendeltreppe). In dem Noir-Klassiker The Killers (1946; Rächer der Unterwelt), nach der Erzählung The Killers von Ernest Hemingway) agiert Ava Gardner als Femme fatale Kitty Collins, die den Protagonisten (Burt Lancaster) ins Verderben stürzt.

Es folgten der Psychothriller The Dark Mirror (1946; Der schwarze Spiegel) und der düster-fatalistische Gangsterfilm Criss Cross (1948; Gewagtes Alibi ). Siodmak drehte 1952 den farbenprächtigen Piratenfilm The Crimson Pirate (Der rote Korsar) mit Burt Lancaster in der männlichen Hauptrolle. 1953 kehrte Siodmak nach Europa zurück, wo er in Frankreich das Drama Le grand jeu (1954; Die letzte Etappe) inszenierte. 1955 entstand die Gerhart-Hauptmann-Adaption Die Ratten. Einen letzten Höhepunkt in Siodmaks Schaffen markiert der Streifen Nachts, wenn der Teufel kam (1957), ein sozialkritischer Kriminalfilm im nationalsozialistischen Deutschland. Sein letztes Werk war der zweiteilige Monumentalfilm Kampf um Rom (1969, nach dem Roman von Felix Dahn) mit Orson Welles in der Hauptrolle. Robert Siodmak starb am 10. März 1973 in Locarno (Schweiz). Seine Autobiographie erschien posthum unter dem Titel Zwischen Berlin und Hollywood. Erinnerungen eines großen Regisseurs (1980).

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