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Solidarität

Enzyklopädieartikel

Solidarität, Zusammengehörigkeitsgefühl. Der Begriff Solidarität bezeichnet einmal das Gefühl Einzelner, innerhalb eines sozialen Ganzen (z. B. Gruppe, Staat) zusammenzugehören. Außerdem wird darunter das Zugehörigkeitsgefühl zu einer sozialen Gesamtheit, die als eine geschlossene Einheit handelt, verstanden.

Solidarität ist ein Zustand innerer Verbundenheit, die sich in einer allen gemeinsamen Gesinnung ausdrückt, verbunden mit gemeinschaftlichem Handeln nach außen. Störungen aus der Umwelt, insbesondere Angriffe auf die Gemeinschaft, rufen eine Abwehrhaltung der Solidargemeinschaft und solidarisches Verhalten gegenüber diesen Eingriffen hervor.

Die Solidarität der Gesinnung verbindet die Einzelnen durch einen allgemeinen „Gruppengeist” eng miteinander und schützt die Gruppe als Ganzes, aber auch jeden Einzelnen, bei Angriffen von außen. Diese solidarische Gesinnung ist unterschwellig immer vorhanden. Sie ruht solange, bis sie durch einen äußeren Anlass aktiviert wird. Eine solidarische Gesinnung ist die Grundlage für die Solidarität des Handelns, die sich z. B. bei Notsituationen (Naturkatastrophen, Krieg) in gegenseitiger Hilfsbereitschaft äußert.

Die Interessensolidarität ist eine rein sachliche, zweckbestimmte Gemeinschaft, die (vorübergehend) ein gemeinsames Interesse an etwas hat, das sie verbindet (z. B. Zusammenschlüsse von großen, weltweit agierenden Firmen, um Produktionsstätten oder Vertriebsnetze gemeinsam besser zu nutzen).

Der ideologische Solidaritäts-Begriff geht auf die Arbeiterbewegung zurück und meint das gemeinsame Bewusstsein der Arbeiter von ihrer Klassen- und Interessenlage. Die Klassensolidarität zeigt sich in dem Willen, die Interessen politisch durchzusetzen und sich dabei gegenseitig zu unterstützen.

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