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  • Sorben - ein slawisches Volk in Deutschland

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  • Lausitzer Sorben

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Sorben

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Sorbische TrachtSorbische Tracht

Sorben, auch Wenden, Eigenbezeichnung Serbja, Serbjo, Serbowje, Angehörige der slawischen Minderheit in den Bundesländern Sachsen und Brandenburg, die in den Gebieten Bautzen-Hoyerswerda und im Spreewald ansässig sind. Die Sorben, zu denen einige Zehntausend Menschen zählen, stammen von Slawen ab, die bereits ab dem 7. Jahrhundert n. Chr. im heutigen östlichen Deutschland und westlichen Polen lebten.

Sowohl aufgrund ihrer Sprache, dem Sorbischen, als auch der Lage ihres Siedlungsgebiets in der Oberlausitz (von sorbisch Luciza: Sumpfland) im Süden und der Niederlausitz im Norden zählen die Sorben zu den Westslawen. Die sorbische Sprache hat zwei Hauptdialekte, aus denen sich zwei Schriftsprachen entwickelt haben: Obersorbisch, das in der Gegend um Bautzen gesprochen wird, und Niedersorbisch aus dem Raum Cottbus (slawische Sprachen). Nach 1945 wurden beide sorbischen Hauptdialekte als Amts- und Schulsprachen anerkannt. Eine eigene sorbische Literatur entwickelte sich im 16. Jahrhundert unter dem Einfluss der Reformation, in deren Verlauf die Mehrheit der Sorben zum protestantischen Glauben übertrat. Die ersten gedruckten Bücher sind ein niedersorbisches Kirchenliederbuch aus dem Jahr 1574, eine obersorbische Übersetzung von Luthers Kleinem Katechismus (1597) und ein niedersorbischer Katechismus (1610). In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man, Volksliedersammlungen und Märchen zu veröffentlichen, des Weiteren sorbische Lyrik und Prosa.

Seit 1945 genießen die Sorben, deren Dachverband Domowina (sorbisch: Heimat) in der DDR eine der Massenorganisationen war, Kulturautonomie. Die Vorläuferorganisation, der 1912 gegründete Bund der Lausitzer Sorben, war im Dritten Reich verboten worden. In Bautzen und Cottbus gibt es eigene sorbische Schulen, darüber hinaus besteht seit 1991 eine Stiftung zur Förderung der sorbischen Kultur, die sowohl vom Bund als auch von den Bundesländern Sachsen und Brandenburg getragen wird.

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