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    Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Spross (Begriffsklärung) aufgeführt.

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Spross

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Spross, tragendes Element des Pflanzenkörpers.

Der Spross trägt die Blätter als photosynthetisch aktive Organe und verhilft ihnen durch sein Längenwachstum zu einer optimalen Ausrichtung zum Licht. Zur Versorgung der Blätter enthält der Spross die Leitungsbahnen, über die Wasser und Nährstoffe an die Blätter geliefert werden (siehe Xylem), sowie die Leitungsbahnen, die dem Abtransport der Assimilate aus den Blättern dienen. Meist wächst der Spross vertikal – etwa als zarter und saftiger Stängel eines Krautes oder dick und verholzt wie der Stamm eines Baumes. Gelegentlich können Sprosse auch unterirdisch und horizontal wachsen, sie werden dann als Rhizome bezeichnet. Ein Rhizom erfüllt besondere Aufgaben wie das Speichern von Reservestoffen. Horizontal oberirdisch wachsende Sprosse nennt man auch Ausläufer oder Stolone. Sie erlauben die flächige Ausbreitung der Pflanze im Biotop und ermöglichen oft eine vegetative Vermehrung, indem sie Wurzeln austreiben und neue Pflänzchen entwickeln.

Ein Spross ist häufig einschneidenden Umwandlungen ausgesetzt. Bei der Entwicklung der Blüte ist das Wachstum des Sprosses an dieser Stelle extrem stark gestaucht. Dort trägt er nicht die normalen grünen Laubblätter, sondern dicht gedrängt häufig bunte, zu Blütenorganen umgewandelte Blätter. Auch besondere Leistungen der Pflanze erfordern eine Anpassung oder Metamorphose des Sprosses. So können Dornen und Ranken sowie in besonderen Fällen auch flächige, blattähnliche, photosynthetisch aktive Formen ausgebildet werden, so genannte Phyllokladien (siehe Flachspross).

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