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    Mart Stam (* 5. August 1899 in Purmerend, Niederlande; † 23. Februar 1986 in Goldbach, Schweiz) war ein niederländischer Architekt und Designer. Nach Angaben des Buches "Mart ...

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Mart Stam

Enzyklopädieartikel

Mart Stam (1899-1986), holländischer Architekt.

Mart Stam wurde am 5. August 1899 in Purmerend geboren. Nach einer Ausbildung zum Zeichenlehrer kam Stam von 1919 bis 1922 als Mitarbeiter im Büro von Marinus Jan Granpré Molière in Rotterdam mit der Architektur in Berührung. Es folgten Anstellungen in Architektenbüros, u. a. arbeitete Stam 1922 mit Hans Poelzig und Max Taut in Berlin zusammen, 1924 mit Arnold Itten in Thun, 1926 mit Johannes Andreas Brinkmann und Leendert Cornelius van der Vlugt in Rotterdam und 1930 bis1934 mit Ernst May. Für Itten entwarf Stam funktionalistische Häuser, für Brinkmann und van der Vlugt die Tabakfabrik Van Nelle in Rotterdam (1926-1930), die zu den bedeutendsten Industriebauten des 20. Jahrhunderts zählt. 1927 steuerte Stam für die Stuttgarter Weißenhofsiedlung Reihenhäuser bei.

Nachdem Stam auf Anregung von El Lissitzky seine Avantgardezeitschrift ABC: Beiträge zum Bauen (1924/28) herausgegeben hatte, in der er sich temperamentvoll für die Anwendung neuer Technologien zum Zweck kostengünstigen, funktionalistischen Bauens einsetzte, engagierte er sich 1928 bei der Gründung der CIAM. 1928 bis 1929 unterrichtete Stam am Bauhaus in Dessau. Von 1930 bis 1934 ging er mit Ernst May in die Sowjetunion und war an der Stadtplanung für mehrere Städte beteiligt, darunter Magnitogorsk und Orsk.

1934 gründete er in Amsterdam sein eigenes Büro, wo er gemeinsam mit Lotte Beese und Willem van Tijen terrassierte Einfamilienhäuser (1936) baute und einen berühmt gewordenen Entwurf für das Amsterdamer Rathaus (1936) einreichte. Nach dem 2. Weltkrieg arbeitete Stam auch in der DDR, wo er u. a. an der Neugestaltung des Dresdener Stadtzentrums beteiligt war und zum Rektor der Akademie für Bildende und Angewandte Künste in Dresden (1948-1950) und in Berlin (1950-1953) ernannt wurde.

Mart Stam starb am 15. Februar 1986 in Zürich.

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