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Ständekampf

Enzyklopädieartikel

Ständekampf, moderne Sammelbezeichnung für die Auseinandersetzungen zwischen Patriziern und Plebejern in der Römischen Republik zwischen dem 6./5. und dem 3. Jahrhundert v. Chr. um die Gleichberechtigung der Plebejer. Den Plebejern gelang es im Laufe des Ständekampfes, nach und nach ihre Forderungen durchzusetzen; z. B. wurde 445 v. Chr. das Eheverbot zwischen beiden Ständen aufgehoben. Nach langwierigen Auseinandersetzungen erhielten die Plebejer Zugang zu öffentlichen Ämtern wie etwa zum Quästoren-Amt (421 v. Chr.) und zum Konsulat (367/342 v. Chr.) und durch die Lex Ogulnia zum Priesteramt (300 v. Chr.). Mit der so genannten Lex Hortensia (287 v. Chr. von Quintus Hortensius erlassen) erhielten die Plebejer schließlich die volle politische Gleichberechtigung.

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