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Windows Live® Suchergebnisse Hermann StaudingerEnzyklopädieartikel
Hermann Staudinger (1881-1965), deutscher Chemiker. Staudinger wurde am 23. März 1881 in Worms geboren. Er studierte Chemie in Halle, Darmstadt und München und wurde 1907 Professor für organische Chemie in Karlsruhe. Seit 1912 hatte er einen Lehrstuhl in Zürich, seit 1927 in Freiburg im Breisgau inne. Staudinger gilt als der Begründer der makromolekularen Chemie. Er vertrat seit 1920 die These eines Aufbaus natürlicher und synthetischer Polymere aus Makromolekülen. Er widersprach damit der bis dahin anerkannten Mizellartheorie, die einen Aufbau der Polymere aus einzelnen mizellenähnlichen Aggregaten vertrat. Es gelang ihm, diese Thesen experimentell und theoretisch zu beweisen und gegen große Widerstände durchzusetzen. Er unterstützte dadurch die rasante Entwicklung der Kunststoffchemie seit den dreißiger Jahren. Er gründete 1947 die Zeitschrift „Die Makromolekulare Chemie” und erhielt 1953 den Nobelpreis für Chemie. Staudinger sprach sich bereits während des 1. Weltkrieges gegen die Verwendung chemischer Kampfstoffe (ABC-Waffen) aus und wies auf die gesellschaftliche Verantwortung der Naturwissenschaftler hin. Er starb am 8. September 1965 in Freiburg im Breisgau.
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