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  • JuraSubKom: Stratigraphie

    2002-2006 Subkommission für Jurastratigraphie des deutschsprachigen Raums. Alle Rechte vorbehalten.

  • JuraSubKom: Jura-Stratigraphie

    2002-2006 Subkommission für Jurastratigraphie des deutschsprachigen Raums. Alle Rechte vorbehalten.

  • Stratigraphie – Wikipedia

    Stratigraphie bzw. -grafie (gr. στρατός „Lager“, „Decke“ und gr. γράφειν grápheïn (-graphie) „schreiben“) oder Schichtenkunde bezeichnet die ...

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Stratigraphie

Enzyklopädieartikel

Stratigraphie, in der Archäologie die Untersuchung und Auswertung der Abfolge von Kulturschichten an einer archäologischen Grabungsstätte. Ursprünglich eine Methode der Geologie (Stratigraphie), setzte sie sich in der Archäologie erst Anfang des 20. Jahrhunderts als eines der grundlegenden Verfahren zur Bestimmung der (relativen) Chronologie durch und brachte zugleich eine Verbesserung der Grabungstechniken mit sich.

Die Stratigraphie macht sich das Prinzip zunutze, dass sich im Normalfall jüngere Schichten von Ablagerungen jedweder Art über ältere Schichten legen. Somit ist die oberste Schicht immer die jüngste, die unterste immer die älteste. Die Stratigraphie macht sich zudem die Tatsache zu eigen, dass eine Siedlung im Laufe der Zeit mehr oder weniger klar voneinander unterscheidbare, durch Alltagstätigkeiten (Bauen, Arbeiten) wie durch Katastrophen (Brände, Zerstörung) entstandene Kulturschichten bildet, in denen jeweils in der entsprechenden Zeit verwendete bzw. hergestellte Objekte eingeschlossen sind. Allerdings können durch Eintiefungen, die von einer jüngeren Schicht ausgehen (Gruben, Gräber, Pfostenlöcher, Fundamentgräben etc.), die älteren Schichten durchdrungen und gestört werden. So ist es möglich, dass auf ein und derselben Höhe eine mittelalterliche Keramikscherbe auf der damaligen Bodenoberfläche und neben ihr eine neuzeitliche Münze in der Füllung einer von oben her eingetieften Grube liegt. Daher darf bei der Bergung einzelner archäologischer Funde nicht einfach nur die Tiefe ihrer Lagerung von der Oberfläche aus gemessen werden. Vielmehr müssen die Funde den einzelnen Schichten, die sich in Farbe und Konsistenz voneinander unterscheiden, zugeordnet werden.

Bei der stratigraphischen Grabungsmethode wird auf einem festgelegten Geländebereich jede Schicht einzeln entfernt, die in ihr eingelagerten Funde werden getrennt von den Funden aus anderen Schichten gesammelt, und die jeweils durch das Abtragen einer Schicht zutage geförderte ältere Oberfläche darunter wird dokumentiert. Die Funde und ihre (relative) chronologische Einordnung lassen nun Rückschlüsse auf die Entwicklung und die Geschichte des ausgegrabenen Areals, z. B. einer Siedlung, zu. An senkrechten Wänden („Schnitten”), die sich bei der Grabung in die Tiefe ergeben, lässt sich aufgrund der unterschiedlichen Färbung der einzelnen Schichten deren Abfolge mehr oder weniger deutlich ablesen.

Die horizontale Stratigraphie dagegen untersucht die Abfolge von Funden auf gleichem Bodenniveau, z. B. auf Gräberfeldern, die sich im Laufe ihrer Nutzung horizontal ausbreiteten. Sie ist aber im Vergleich zur eigentlichen (vertikalen) Stratigraphie, was die chronologische Einordnung betrifft, nur ein Hilfsmittel und muss durch andere Methoden abgesichert werden.

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