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    Björk Guðmundsdóttir [ˈpjœr̥k ˈkvʏðmʏntsˌtoʊhtɪr]? / Info / IPA (*  21. November 1965 in Reykjavík, Island) ist eine isländische Sängerin, Komponistin ...

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Björk

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BjörkBjörk

Björk, eigentlich Björk Guðmundsdóttir, (*1965), isländische Popmusikerin; Sängerin und Komponistin. Nachdem sie mit ihrer Band The Sugarcubes bekannt geworden war, begann sie in den neunziger Jahren eine erfolgreiche Solokarriere.

Björk wurde am 21. November 1965 als Tochter eines Elektrikers in Reykjavík geboren. Sie wuchs in einer Hippiekommune auf, erhielt bereits in jungen Jahren eine musikalische Ausbildung und war schon mit zwölf Jahren Sängerin in einer Popband. Björk war zunächst Mitglied der beiden isländischen Avantgarde-Rock-Formationen Tappi Tikarras (1981-1983) und Kukl (1983-1986), ehe sie 1986 Sängerin der Band The Sugarcubes wurde. Die Debütsingle des Sextetts, Birthday, erreichte auf Anhieb die Spitze der britischen Independentcharts, und das Magazin Melody Maker wählte den Titel zur Platte des Jahres. Die exotischen Isländer wurden mit ihrer geschickten Mischung aus Pop und Punk zu spektakulären Vertretern des New Wave. Entscheidend für den Erfolg der Sugarcubes waren auch Björks Erscheinungsbild und ihre Fähigkeiten als Sängerin, die ihr Prädikate einbrachten wie „Sirene vom Polarkreis” und „Wenn Björk singt, schmelzen die Gletscher”. Die Alben der Sugarcubes sind: Life’s Too Good (1988), Here Today, Tomorrow, Next Week (1989), Stick Around for Joy (1992) und It’s It (1992).

1992 verließ Björk die Sugarcubes und startete eine äußerst erfolgreiche Solokarriere. Ihre künstlerisch anspruchsvolle, durch Klangexperimente gekennzeichnete Musik hebt sich deutlich vom üblichen Pop-Mainstream ab, und sie verbindet in ihrem musikalischen Stil Elemente von Punk, Techno, Jazz und Klassik. Sie arbeitete mit Musikern wie Graham Massey, Skunk Anansie und dem Brodskey Quartet zusammen. Björk veröffentlichte die CDs Debut (1993), Post (1995), Telegram (1997) und Homogenic (1997). Ihr Video zu dem Song Human Behavior wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Neben ihrer Karriere als Sängerin betätigte sie sich außerdem als Schauspielerin. In dem unkonventionellen Musical Dancer in the Dark (2000; Dancer in the Dark), einer Anklage gegen die Todesstrafe, stand sie für den dänischen Regisseur Lars von Trier vor der Kamera. Für die überzeugende Darstellung einer naiven, sehbehinderten tschechischen Immigrantin in den USA der sechziger Jahre, die nach einem Totschlag wegen Mordes angeklagt und hingerichtet wird, wurde sie bei den Filmfestspielen in Cannes 2000 mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet. Zu dem Film, der zwiespältig aufgenommen wurde, schrieb sie auch die Musik, die unter dem Titel Selmasongs (2000) auf CD veröffentlicht wurde. In Zusammenarbeit mit der Avantgarde-Elektronik-Formation Matmos und Martin Gretschmann (alias Console) entstand das Album The Vespertine (2001). Die Vierfach-CD Live Box (2003) versammelt Konzertmitschnitte aus verschiedenen Phasen ihrer Solokarriere.

Mit den Songs auf dem Album Medúlla (2004) verschrieb sich Björk ganz der Faszination der Vokalmusik. In Zusammenarbeit mit Chören und Stimmartisten aus verschiedenen Kulturkreisen entstanden meditative Lieder, die eine mystische Atmosphäre erzeugen. Für ihren Lebensgefährten, den amerikanischen Künstler Matthew Barney, schrieb sie den Soundtrack zu dessen Experimentalfilm Drawing Restraint 9 (2005). Die in viele Richtungen offene CD Volta (2007) lässt die ätherische Klangwelt ihrer früheren Arbeiten hinter sich und ist charakterisiert durch einen erdverbundenen, rauen Sound, getragen von der rhythmischen Vielfalt der Schlaginstrumente.

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