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  • Terrasse – Wikipedia

    Terrasse (aus frz. terrasse, dies aus altfrz. terrace "Erdanhäufung", Ableitung von lat.: terra = Erde) steht für: Terrasse (Gebäude), eine offene Plattform für den Aufenthalt ...

  • Terrasse (Gebäude) – Wikipedia

    Die Terrasse (von lat. terra = Erde, Erdboden) ist eine nicht überdachte Plattform auf oder unter der Erdgeschossebene eines Hauses, die für den Aufenthalt im Freien vorgesehen ...

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Terrasse (Geographie)

Enzyklopädieartikel

Terrasse (Geographie), Bezeichnung für eine lang gestreckte Geländestufe natürlichen Ursprungs.

Terrassen besitzen eine im Verhältnis zur Länge geringe Breite; sie treten oft treppenförmig auf. Je nach Entstehungsweise, Material und Erscheinungsbild lassen sich verschiedene Terrassen unterscheiden, wie z. B. Fluss-, Strand-, Land- und Felsterrassen. In den meisten Fällen bezeichnet der Begriff eine Flussterrasse. Eine Flussterrasse entsteht, wenn bei einem Fluss nach überwiegender Seitenerosion die Tiefenerosion überwiegt und er sich in seinen alten Talboden einschneidet.

Die Oberfläche einer Terrasse wird Terrassenfläche oder Terrassenflur genannt. Sie wird seitlich vom Terrassenhang begrenzt. Die Terrassenkante trennt Terrassenfläche und Terrassenhang, den mehr oder weniger steilen Abfall einer Terrasse. An einem Fluss können mehrere Terrassen in unterschiedlicher Höhenlage entstehen. Solche Terrassentreppen bilden sich im Rahmen des Wechsels zwischen Zeiten vorherrschender Ablagerung mit Phasen dominierender Erosion; dabei weist die oberste Terrasse das größte Alter auf.

Eine Terrassentreppe bezeichnet eine vertikale Anordnung glazial entstandener Flussterrassen. Abfolgen von Flussterrassen, zumeist Schotterterrassen aus dem Pleistozän, sind im mitteleuropäischen Raum häufig und repräsentieren den Wechsel zwischen klimabedingten Akkumulations- und Erosionsphasen. Die unterste, während der letzten Eiszeit (Weichsel-Eiszeit im nördlichen Europa, Würm-Eiszeit im Alpenraum) abgelagerte Schotterterrasse wird Niederterrasse genannt und liegt oberhalb der Talaue. Über der Niederterrasse, die zumeist hochwasserfrei ist, folgt in der Regel die ältere Hochterrasse, die der vorletzten Eiszeit (Saale-Eiszeit im nördlichen Europa, Riß-Eiszeit im Alpengebiet) zugerechnet wird.

Weitere Terrassenformen sind u. a. Strandterrassen, die durch die Abrasion an Meeresküsten entstanden, und Seeterrassen, die sich durch Akkumulationsprozesse bei hohem Wasserstand bilden, und die erst durch das Absinken des Seespiegels zum Vorschein kommen. Diese niveaugebundenen Terrassen sind natürlichen Ursprungs. Nicht niveaugebundene Terrassen entstanden durch menschliches Einwirken und gelten daher als unechte Terrassen. Dazu gehören Terrassen, die zur landwirtschaftlichen Nutzung in Hangbereichen anlegt werden, wie z. B. in Europa für den Weinbau oder in Asien für den Anbau von Reis.

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