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    Die Theodizee [ˌteodiˈt͜seː] (frz. théodicée, v. altgriech. θεός theós „Gott“ und δίκη díke „Gerechtigkeit“) ist ein klassisches theologisches Problem für ...

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Theodizee

Enzyklopädieartikel

Theodizee (von griechisch theos: Gott und dike: Gerechtigkeit), in der Philosophie und Theologie Bezeichnung für die begründete Rechtfertigung Gottes hinsichtlich des Übels und des Bösen in der Welt. Bereits Epikur befasste sich mit verschiedenen Interpretationen der Theodizee, wobei er die Fragen miteinbezog, ob Gott das Böse nicht aufheben wolle oder könne. Der von Plotin beeinflusste spätantike Philosoph Augustinus suchte nach der Antwort darauf, weshalb Gott als die größte Kraft des Guten, das Böse entstehen lassen konnte. Für Augustinus ist das Böse ein Mangel an Gutem oder eine Perversion des Guten: Gott ist das Gute schlechthin und alles, was von ihm geschaffen wurde, ist im Wesentlichen gut. Nach Augustinus kann es deshalb nichts geben, was vollkommen böse ist.

Gottfried Wilhelm Leibniz widmete der Theodizee ein ganzes Werk, in dem er versuchte, das Böse, den freien Willen des Menschen und die Rechtfertigung der Schöpfung Gottes in Einklang zu bringen. Seine Théodicée (1710) verteidigt die Idee, dass Gott als vollkommen weise, mächtig und gut die beste aller möglichen Welten geschaffen haben müsse. Die moderne Diskussion über die Theodizee bezieht sich oft auf Augustinus und die theologischen Konsequenzen seiner Gedanken.

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