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Windows Live® Suchergebnisse Ferdinand TönniesEnzyklopädieartikel
Ferdinand Tönnies (1855-1936), deutscher Soziologe und Philosoph. Ferdinand Tönnies wurde am 26. Juli 1855 in Riep (Oldenswort) geboren. Von 1909 bis 1916 war er Professor für wirtschaftliche Staatswissenschaften in Kiel, ab 1920 dann für Soziologie. Als entschiedener Gegner des Nationalsozialismus verlor er nach 1933 seine Professur. Tönnies trat als bedeutender Hobbes-Forscher hervor. Er gehörte 1909 zu den Begründern der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, der er als Präsident in den Jahren 1922 bis 1933 vorstand. Er machte sich als Mitbegründer einer eigenständigen Soziologie in Deutschland einen Namen und führte eine eigene wissenschaftliche Gliederung und Systematik ein. Im Zentrum seiner Soziologie stehen die beiden Gesellungsformen Gemeinschaft und die aus ihr hervorgegangene, von Nutzenkalkül und Egoismus geprägte Gesellschaft. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen Gemeinschaft und Gesellschaft (1887), Hobbes Leben und Lehre (1896), Die Entwicklung der sozialen Frage (1907), Marx. Leben und Lehre (1921), Soziologische Studien und Kritiken (3 Bde., 1925-1929) und Einführung in die Soziologie (1931). Ferdinand Tönnies starb am 11. April 1936 in Kiel.
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