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John Travolta (*1954), amerikanischer Filmschauspieler. Mit der Darstellung des Tony Manero in John Badhams Disco-Film Saturday Night Fever (1977; Nur Samstag Nacht) erlangte er Weltruhm. Als drogensüchtiger Killer in Quentin Tarantinos Kultfilm Pulp Fiction (1994; Pulp Fiction) hatte er in den neunziger Jahren ein beeindruckendes Comeback. Travolta wurde am 18. Februar 1954 als Sohn eines irisch-italienischen Schauspielerehepaares in Englewood (New Jersey) geboren. Im Alter von 16 Jahren verließ er vorzeitig die High School, um sich ganz der Schauspielerei zu widmen. Nach einer Schauspiel- und Tanzausbildung trat er am Broadway auf, ehe er für kleinere Rollen in Fernsehserien nach Hollywood ging. Mit den Musicals Grease und Over Here! kehrte er zum Broadway zurück. Seinen Durchbruch hatte Travolta mit der Rolle des einfältigen, aber liebenswürdigen Vinnie Barbarino in der TV-Serie Welcome Back, Kotter (1976/77; Kehre zurück, Kotter). Sein erster Kinofilm war Brian De Palmas Horrorfilm Carrie (1976; Carrie – Des Satans jüngste Tochter). Mit dem Part des Tony Manero als Held der New Yorker Discoszene in dem Musikfilm Saturday Night Fever (1977; Nur Samstag Nacht) avancierte er zum Weltstar und wurde für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Der Film wurde ein ebenso großer Erfolg wie der Soundtrack der Bee Gees und markierte den Beginn der Discowelle, die die Entwicklung der Popmusik in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre nachhaltig beeinflusste. Nach der Kinofassung des Musicals Grease (1978; Schmiere) und dem modernen Western Urban Cowboy (1980; Urban Cowboy) erlitt Travoltas Karriere einen Knick, der ein langjähriges Tief einleitete. Nachdem er in den achtziger Jahren in mäßig erfolgreichen Filmen besetzt worden war, hatte er ein großes Comeback mit der Komödie Look Who’s Talking (1989; Kuck’ mal, wer da spricht) und vor allem als drogensüchtiger Killer Vincent Vega in Quentin Tarantinos Pulp Fiction (1994; Pulp Fiction), einem außergewöhnlichen Werk, das u. a. durch seine besondere Erzähltechnik, witzige Dialoge und hervorragende schauspielerische Leistungen überzeugt. Die Rolle brachte Travolta seine zweite Oscar-Nominierung ein, und er erreichte wieder den Status eines Kassenmagneten. Es folgten Filme, in denen Travolta mit differenzierten Darstellungen brillierte: Barry Sonnenfelds intelligente Komödie Get Shorty (1995; Schnappt Shorty), John Woos Actionfilm Broken Arrow (1995; Operation: Broken Arrow), Jon Turteltaubs romantische Komödie Phenomenon (1996; Phenomenon), die Engel-Komödie Michael (1996; Michael) und John Woos Actionfilm Face/Off (1997; Im Körper des Feindes). Aufsehen erregte Travolta in der Rolle des Präsidentschaftskandidaten in Mike Nichols’ Politsatire Primary Colors (1998; Mit aller Macht), die auf einem Buch über den Wahlkampf Bill Clintons im Jahr 1992 beruht. Es folgten u. a. der Justizthriller A Civil Action (1998; Zivilprozess), das Kriminaldrama The General’s Daughter (1999; Wehrlos – Die Tochter des Generals), die Thriller Swordfish (2001; Passwort: Swordfish) und Basic (2003; Basic), die melancholische Komödie A Love Song for Bobby Long (2004; Lovesong for Bobby Long), Be Cool (2005; Be Cool – Jeder ist auf der Suche nach dem nächsten großen Hit) und das John-Waters-Remake Hairspray (2007; Hairspray).
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