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Trilogie

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Friedrich von SchillerFriedrich von Schiller

Trilogie (von griechisch trilogia, aus tria: drei und logos: Rede), Bezeichnung für einen dreiteiligen Zyklus von motivisch oder stofflich aufeinander bezogenen, aber auch einzeln verständlichen Werken der Kunst, zumeist der Literatur, aber auch der Musik.

Im griechischen Altertum wurde der Begriff für eine Folge von drei Tragödien aus demselben Mythenkreis verwendet, die, zur Tetralogie erweitert durch ein Satyrspiel, innerhalb eines Tages bei den Feierlichkeiten zu Ehren des Dionysos (Dionysien) aufgeführt wurden. Die einzige vollständig erhaltene antike Trilogie ist die Oresteia des Aischylos; zu den bekanntesten Beispielen aus der deutschsprachigen neueren Literatur zählen die Wallenstein-Trilogie Friedrich Schillers (1798/99) mit den Teilen Wallensteins Lager, Die Piccolomini und Wallensteins Tod, Franz Grillparzers Das goldene Vließ (1821), bestehend aus Der Gastfreund, Die Argonauten und Medea, sowie Friedrich Hebbels Die Nibelungen (1855-1860) mit Der gehörnte Siegfried, Siegfrieds Rache und Kriemhilds Tod um den Stoff des Nibelungenlieds.

Trilogien finden sich seit dem 19. Jahrhundert auch in der Epik, insbesondere beim Roman, wobei von der lockeren thematischen Verknüpfung bis zur einheitlichen Durchgestaltung alle Varianten vertreten sind. Beispiele für Ersteres sind Wilhelm Raabes Stuttgarter Trilogie mit den selbständigen, erst später zusammengefassten Romanen Der Hungerpastor, Abu Telfan und Der Schüdderump oder Günter Grass’ Danziger Trilogie mit Die Blechtrommel, Katz und Maus und Hundejahre, Beispiele für Letzteres Erwin Guido Kolbenheyers Paracelsus-Trilogie oder Theodore Dreisers A Trilogy of Desire. Lyrische Trilogien sind etwa Goethes Trilogie der Leidenschaft oder Josef Weinhebers Heroische Trilogie.

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