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  • Triptychon – Wikipedia

    Dieser Artikel erläutert das Triptychon in der Malerei, zu anderen Bedeutungen des Wortes Triptychon siehe Triptychon (Begriffsklärung).

  • Triptychon in Münster am Hawerkamp

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  • Triptychon Architekten, Köln

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Triptychon

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Hugo van der Goes: Portinari-Altar (um 1476)Hugo van der Goes: Portinari-Altar (um 1476)

Triptychon, drei zusammengehörende Bildtafeln in hierarchischer Staffelung, bei denen die Mitteltafel den wichtigsten Platz einnimmt.

Triptychen gibt es in der Tafelmalerei, aber auch in der Leinwandmalerei des 19. Jahrhunderts und der Moderne sowie in der Goldschmiedekunst. Sie leiten sich formal von spätantiken Klapptafelbildern aus Elfenbein (Diptychen) her und sind bereits im 5. Jahrhundert in dieser Form nachweisbar. Im Triptychon wird die erzählerische Komponente einer Darstellung betont. Weite Verbreitung fand das Triptychon in den Flügelaltären der spätgotischen Malerei. Riesenformate, in denen die Bilderzählung eindringlich und dramatisch inszeniert wird, erreicht das Triptychon an der Schwelle zur Neuzeit, so in Grünewalds Isenheimer Altar oder Boschs Garten der Lüste. Die Malerei der Romantik säkularisierte das Triptychon im Sinne eines pantheistischen Naturgefühls, eine Entwicklung, die von den Symbolisten des ausgehenden 19. Jahrhunderts weitergeführt wurde (Puvis de Chavannes, Arnold Böcklin).

In der Kunst des 20. Jahrhunderts (siehe moderne Kunst und Architektur) ist die Form des Triptychons auffallend häufig wieder aufgegriffen worden. Die jeweiligen Gründe für die Wahl dieser Form sind allerdings sehr verschiedenartig. So kommt die hierarchische Dreiteilung des Triptychons der bildlichen Umsetzung von Lebensgleichnissen entgegen; insbesondere Max Beckmann hat sich in insgesamt neun Triptychen dieser Bildform für seine vielschichtig gleichnishaften, symbolischen, mythologischen, politischen und auch autobiographischen Erzählformen („gemaltes Welttheater”) bedient. Bei Otto Dix ermöglicht das Triptychon die spannungsvolle Anordnung seiner gesellschaftskritischen Gemälde. Francis Bacon schuf ebenfalls zahlreiche großformatige Gemälde in der Form des Triptychons, bei denen der Zusammenhang der einzelnen Bilder allerdings keiner erzählerischen oder illustrativen Notwendigkeit folgte, sondern eher kompositorisch-formaler Natur war. Der Mittelteil ist dabei zwar immer noch das größere Bild, ansonsten sind die drei Teile aber mehr oder weniger gleichwertig.

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