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Übersetzung

Enzyklopädieartikel
Artikelgliederung
1

Einleitung

Übersetzung, Übertragung von Informationen einer Sprache in eine andere. Unter Übersetzung versteht man im Allgemeinen sowohl Vorgang als auch Resultat der Wiedergabe sprachlicher Ausdrücke, also sowohl von Wörtern, Sätzen als auch Texten, von der Ausgangssprache in die Zielsprache. Die neutrale Bezeichnung lautet „Sprachmittlung”. Drei große, jedoch sehr unterschiedliche Tätigkeitsbereiche sind zu unterscheiden:

1. Übersetzen im Unterricht: Die Rolle der Übersetzung im Fremdsprachenunterricht ist sehr umstritten. Zielsetzung ist hier primär die Lernerfolgskontrolle, also konkret die Überprüfung, ob Schüler Vokabeln der Zielsprache erworben und die grammatischen Strukturen der Sprache internalisiert haben.

2. Dolmetschen: Das Dolmetschen beschäftigt sich mit der Sprachmittlung gesprochener oder gebärdeter Sprache; häufig in der Form von Simultanübersetzungen.

3. Translation: In der wissenschaftlichen Translationstheorie versteht man Übersetzen als einen Teilaspekt von „Handeln”: Übersetzen ist ein Aspekt von Kommunikation, Kommunikation ein Aspekt von Interaktion, und Interaktion, wenn ihr eine Absicht zugrunde liegt, ein Aspekt von Handeln. Handeln wiederum ist „kulturell” bestimmt.

Der Übersetzer muss folglich nicht nur Ziel- und Ausgangssprache beherrschen und fundierte Kenntnisse im behandelten Fachgebiet besitzen, sondern sich auch über gesellschaftliche, kulturelle und emotionale Konnotationen im Klaren sein, die in der Zielsprache ebenso zum Ausdruck kommen müssen wie im Original. Man spricht hier von der Erzeugung eines „semantischen Äquivalents”.

2

Ebenen der Übersetzung

Grob unterscheidet man die folgenden drei Ebenen der Übersetzung: die Wort-für-Wort-Übersetzung, in der jedes Wort (oder Morphem) der Ausgangssprache in die Zielsprache übertragen wird (z. B. to fall out of the frying pan into the fire zu fallen aus von der bratenden Pfanne in das Feuer); die streng wörtliche Übersetzung, in der der Zieltext der sprachlichen Struktur des Ausgangstextes angepasst, jedoch der Zielsprache angeglichen wird (aus der Bratpfanne ins Feuer fallen) und schließlich die freie Übersetzung, in der die sprachliche Struktur der Ausgangssprache sekundär ist, und man versucht, eine sinngemäße Übertragung in die Zielsprache anzufertigen (vom Regen in die Traufe kommen). De facto werden diese Ebenen jedoch gemischt.

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