Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Uhu, größte europäische Eulenart. Der Uhu wird 60 bis 75 Zentimeter groß; er hat orangegelbe Augen und auffällige Federohren. Das Rückengefieder ist dunkelbraun gemustert, die Unterseite heller braun gefärbt. Im Flugbild erkennt man die langen, breiten, abgerundeten Flügel und den kurzen Schwanz. Der Uhu ist von Nordafrika und Europa (außer Westfrankreich und Großbritannien) bis in den Osten Sibiriens sowie nach Indien und China verbreitet. Er besiedelt die verschiedensten Habitate – von Wäldern und Wüsten bis ins Hochgebirge. In Mitteleuropa ist er meist in offenen, locker bewaldeten Lebensräumen anzutreffen; Volierenvögel, die zur Wiedereinbürgerung ausgesetzt wurden, besiedelten auch Städte. Die Nachzucht von Uhus ist relativ leicht möglich, heute jedoch unnötig geworden. Brutnischen findet der Uhu in Felsen, Abstürzen oder Steilhängen; nicht selten brütet er in Steinbrüchen, manchmal auch am Boden oder in alten Greifvogelhorsten. Die in Dauerehe lebenden Paare haben pro Jahr ein Gelege mit zwei bis vier, selten fünf Eiern. Die Brutsaison dauert von Ende Januar bis Anfang Mai und beginnt mit den typischen Balzrufen beider Geschlechter, die bis zu fünf Kilometer weit hörbar sind. Vom Klang der Balzrufe wurden sowohl der deutsche als auch der wissenschaftliche Artname dieser Eule abgeleitet. Uhus ernähren sich von kleineren Säugetieren wie Ratten und Igeln (ausnahmsweise erbeuten sie Säuger bis Rehgröße), von Vögeln bis zur Größe eines Auerhuhns sowie von Reptilien, Amphibien und Insekten; in Notzeiten fressen Uhus auch Aas. Bei Bedrohung nimmt der Uhu eine Abwehrhaltung ein; dabei vergrößert er seine Silhouette erheblich, indem er die Flügel spreizt und sein Gefieder aufplustert. Die Brutvorkommen waren in Mitteleuropa um die Mitte des 20. Jahrhunderts – insbesondere aufgrund systematischer Verfolgung im 18. und 19. Jahrhundert – in vielen Regionen erloschen. Der Uhu wurde als vermeintlicher Konkurrent des Jägers geschossen, und junge Uhus wurden ausgehorstet, um sie an einen Pflock gefesselt als Lockmittel für Rabenvögel zu verwenden (die sich durch Uhus anlocken lassen, weil sie auf Eulen und Greifvögel hassen, und dann geschossen werden können). Im Gebiet der beiden deutschen Staaten gab es 1960 noch etwa 40 Brutpaare. Seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts breitet sich der Uhu jedoch aufgrund von Schutzmaßnahmen (gesetzlicher Schutz, Horstbewachung, Lebensraumschutz) und Wiedereinbürgerung wieder aus. 2004 lebten in Deutschland etwa 850 Brutpaare. Der Uhu wurde vom Naturschutzbund und vom bayerischen Landesbund für Vogelschutz als Symbol für erfolgreichen Artenschutz zum Vogel des Jahres 2005 gewählt. Südlich der Sahara lebt der Blassuhu, dessen Größe etwa derjenigen des eurasischen Uhus entspricht. Der im tropischen Afrika verbreitete Zwerguhu wird nur knapp 40 Zentimeter groß. Der Amerikanische Uhu oder Virginiauhu ist mit maximal 56 Zentimetern ebenfalls kleiner als unsere einheimische Art, er ist von Alaska bis in den Süden Argentiniens verbreitet. Systematische Einordnung: Der Uhu gehört zur Familie Strigidae. Sein zoologischer Name lautet Bubo bubo. Der Blassuhu heißt Bubo lacteus, der Zwerguhu Bubo poensis und der Amerikanische Uhu Bubo virginianus.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |