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Uruk

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Tafel aus UrukTafel aus Uruk

Uruk, frühe Hochkultur und sumerischer Stadtstaat in Mesopotamien, 56 Kilometer nordwestlich von Ur, in der Bibel Erech genannt, heute Warak im Süden des Irak. Seit 1912 wurden dort von deutschen Archäologen zahlreiche Grabungskampagnen durchgeführt, die mehr als 18 aufeinander folgende Schichten von Besiedelung und Stadtentwicklung freilegten.

Uruk war bereits seit etwa 4000 v. Chr. besiedelt. Zwischen 3500 und 3100 v. Chr. (der so genannten Uruk-Zeit) bestand dort eine Kultur, die eine charakteristische Keramik herstellte. Die so genannten Glockentöpfe aus Uruk waren nicht nur in ganz Sumer (Südirak) verbreitet, sondern wurden auch im Iran und in Syrien gefunden. In der zweiten Hälfte dieser Epoche begann man monumentale Tempelanlagen mit Ziegelsäulen und geometrischen Tonstiftmosaiken zu errichten und entwickelte ein System von Bildzeichen (Piktogramme), das als älteste nachgewiesene Schrift gilt. Daraus entstand die sumerische Keilschrift.

In sumerischer Zeit, seit Beginn des 3. Jahrtausends v. Chr., war Uruk ein wichtiger Stadtstaat Sumers und als Kultzentrum der obersten Gottheit Anu auch ein religiöser Mittelpunkt des Reiches. Bedeutende Bauwerke der etwa kreisförmigen Stadt mit neun Kilometer langer Stadtmauer waren u. a. der Anu-Schrein, der weiße Anu-Tempel, die große Anlage des Eanna-Tempelbezirks, die Archive und eine Zikkurat.

Um 2100 v. Chr. verlor Uruk durch den Aufstieg der 3. Dynastie von Ur an Bedeutung und erlebte erst wieder in der Zeit der Seleukiden (312 bis 141 v. Chr.) mit neuen Tempelbauten einen bescheidenen Aufschwung. Auch noch aus der nachfolgenden Parther-Zeit (141 v. Chr. bis um 225 n. Chr.) ist der Bau eines Heiligtums nachgewiesen. Erst im 5. Jahrhundert n. Chr. wurde Uruk aufgegeben.

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