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Windows Live® Suchergebnisse VaudevilleEnzyklopädieartikel
Vaudeville, ursprünglich auf satirische und populäre Liedeinlagen in der Commedia dell’Arte italienischer Komödianten in Paris bezogener Begriff, der später auf eine bestimmte Form des Musiktheaters bzw. speziell hierfür vorgesehene Theater übertragen wurde; vermutlich wurde er von der Region Val-de-Vire in der Normandie abgeleitet, wo der Volksdichter Olivier Basselin um 1400 derartige Lieder dichtete und vortrug. Zu großer Beliebtheit brachten es die Vaudevillestücke im 18. Jahrhundert, bei denen das Publikum oftmals die Liedeinlagen mitsang. Auf diese besondere Art des Musiktheaters konzentrierten sich die französischen Ensembles des Théâtre de la Foire, Théâtre du Palais Royal, Théâtre de Cluny und anderer. Berühmte Autoren des Vaudevilles im 18. Jahrhundert waren u. a. Fuzelier, Dorneval und Alain-René Lesage. Im 19. Jahrhundert wurde die Tradition vor allem von Soribe, Favart und Eugène Labiche fortgesetzt. Auf der Grundlage des französischen Vorbildes entwickelten im 19. Jahrhundert in Deutschland u. a. Karl von Holtei und Johann Nepomuk Nestroy die Posse mit Gesang. Große Popularität erreichte das Vaudeville auch in den USA. Es stand dort als Inbegriff für Varietétheater, in dem beliebte Rollenlieder im Zusammenhang mit Sketches und anderen Darbietungen den Grundstock des Programms bildeten.
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