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Windows Live® Suchergebnisse VorsokratikerEnzyklopädieartikel
Vorsokratiker, Sammelbezeichnung für jene griechischen Philosophen, die in der Zeit von 600 v. Chr. bis zum Todesjahr des Sokrates 400 v. Chr. lebten und lehrten. Die Vorsokratiker strebten nach universal gültigen Prinzipien zur Welterklärung; im Zentrum standen Fragen des Kosmos (bezüglich seines Beginns und Aufbaus), aber auch des Menschen und seiner Stellung im Universum. Damit schufen sie die Basis für die abendländische Philosophie. Von den Vorsokratikern sind keine eigenständigen Texte überliefert. Es finden sich nur Fragmente in den Werken späterer Autoren, insbesondere bei Platon, Aristoteles und seinem Schüler Theophrast. Die vorsokratischen Naturphilosophen der damals blühenden Handelsstadt Milet an der Ägäisküste, Thales, Anaximander und Anaximenes, gelten als erste Philosophen im heutigen Sinn: Sie wandten sich gegen das mythisch-religiöse Weltbild ihrer Vorläufer und strebten nach Erkenntnissen unabhängig von der griechischen Mythologie, d. h. ohne den Rückgriff auf handelnde und ins Naturgeschehen eingreifende Götter. Die Naturphilosophen suchten die Entstehung der Dingwelt und ihre Verschiedenheit aus einer einheitlichen Substanz heraus zu erklären. Zu den Vorsokratikern gehörten weiterhin Pythagoras und die Pythagoreer, Parmenides von Elea, der Begründer der Ontologie, Heraklit, Empedokles und die Atomisten. Bisweilen werden auch die frühen Sophisten Protagoras und Gorgias zu den Vorsokratikern gezählt.
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