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Windows Live® Suchergebnisse WarlordsEnzyklopädieartikel
Warlords, lokale Kriegsherren, ursprünglich die Bezeichnung für die chinesische Militärbefehlshaber nach dem Ende der Kaiserzeit. Mit dem Rücktritt des letzten Kaisers endete im Jahr 1912 die Herrschaft der Mandschu-Dynastie. Präsident der neu gegründeten Republik wurde Sun Yatsen, der sein Amt jedoch wenig später an General Yuan Shikai, abtreten musste. Als Letzterer sich seinerseits zum Kaiser und Begründer einer neuen Dynastie ausrufen ließ, brach ein Aufstand aus, der das Land ins Chaos stürzte. Diesen Zustand machten sich die Warlords zunutze, mit hohen Machtbefugnissen ausgestattete Militärbefehlshaber, die die Provinzbevölkerung mit überhöhten Steuern und Plünderungen terrorisierten. Erst der 1926 begonnene Nord-Feldzug der Nationalen Volkspartei Kuomintang unter Chiang Kai-shek setzte ihrem Treiben ein Ende. Einzelne Warlords konnten sich in dem zerfallenen Reich jedoch noch bis in die dreißiger Jahre hinein behaupten. In jüngerer Zeit wurde die Bezeichnung Warlords auch auf die lokalen Kriegsherren in einer Reihe von Bürgerkriegsgebieten im subsaharischen Afrika und im mittleren Asien – hier insbesondere in Afghanistan – übertragen. Dieses neue Kriegsherrentum entsteht charakteristischerweise in Räumen, in denen der Staat sein Gewaltmonopol verloren hat, und richtet sich sowohl gegen die (Reste der) Staatsgewalt, als auch gegen rivalisiernde Warlords und deren Gruppen. Ihren Finanzbedarf decken die Warlords zumeist durch Plünderung, Erpressung, Raub, Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, illegalen Handel; ihre Kampftruppen rekrutieren sie nicht selten mit Gewalt, was häufig ein hohes Maß an Instabilität innerhalb der Gruppen nach sich zieht. Innerhalb der streng hierarchisch-patriarchalischen Organisation ihrer Gruppen behaupten die Warlords eine absolute Führungsposition, die sie mittels Repression und Gewalt nach innen wie nach außen verteidigen.
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