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Windows Live® Suchergebnisse Weimarer NationalversammlungEnzyklopädieartikel
Weimarer Nationalversammlung, die verfassunggebende Volksvertretung, die am 19. Januar 1919 gemäß dem Reichstagswahlgesetz vom 30. Dezember 1918 nach dem Ende des 1. Weltkrieges gewählt wurde und am 6. Februar 1919 in Weimar (daher ihr Name) zusammentrat. Die Wahl zur Nationalversammlung und damit die Entscheidung zugunsten einer parlamentarisch-demokratischen Republik war am 30. November 1918 nach der Novemberrevolution per Verordnung vom Rat der Volksbeauftragten festgesetzt worden; am 19. Dezember 1918 stimmte der Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte dieser Verordnung zu. Mit der Wahl zur Weimarer Nationalversammlung wurde im Deutschen Reich auch das Frauenwahlrecht eingeführt. Die Weimarer Nationalversammlung löste den Rat der Volksbeauftragten ab. Die SPD hatte 165 der insgesamt 423 Mandate inne, das Zentrum 91, die DDP 75, die DNVP 44, die USPD 22, die DVP 19 und verschiedene Splitterparteien 7 Mandate. 41 der Abgeordneten waren Frauen. Am 10. Februar 1919 verabschiedete die Nationalversammlung ein Gesetz über die vorläufige Regierungsgewalt und am 11. Februar wählte sie Friedrich Ebert zum vorläufigen Reichspräsidenten der Weimarer Republik. Der erste Ministerpräsident der Republik, Philipp Scheidemann, bildete mit der so genannten Weimarer Koalition eine regierungsfähige Mehrheit. Am 22. Juni 1919 akzeptierte die Nationalversammlung auf Druck der Siegermächte den Versailler Vertrag. Am 31. Juli 1919 verabschiedete sie mit den Stimmen der Weimarer Koalition die von Hugo Preuß entworfene und mehrfach umgearbeitete Weimarer Verfassung. Die Nationalversammlung richtete außerdem einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss ein, der die Ursachen des deutschen Zusammenbruchs untersuchen sollte, und verabschiedete verschiedene Gesetze, so z. B. das Betriebsrätegesetz. Am 30. September 1919 zog die Volksvertretung nach Berlin um, während des Kapp-Putsches im März 1920 tagte sie kurzzeitig in Stuttgart. Die Weimarer Nationalversammlung löste sich am 21. Mai 1920 auf, nachdem die Wahlen für den ersten Reichstag für den 6. Juni 1920 ausgeschrieben worden waren.
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