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  • Wiener Gruppe – Wikipedia

    Die Wiener Gruppe war eine lose Vereinigung österreichischer Schriftsteller, die aus dem Art-Club hervorging und sich etwa 1954 unter dem Einfluss H.

  • Wiener Zeitung Online - WZ Online

    Tageszeitung und amtliches Veröffentlichungsorgan der Republik Österreich.

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Wiener Gruppe

Enzyklopädieartikel

Wiener Gruppe, informeller Kreis experimenteller österreichischer Schriftsteller in Wien zwischen 1954 und 1964 um Friedrich Achleitner, H. C. Artmann, Konrad Bayer, Gerhard Rühm und Oswald Wiener. Er erhielt seine Bezeichnung erst 1967 durch den von Rühm herausgegebenen Sammelband Die Wiener Gruppe. Hervorgegangen aus der 1947 gegründeten Künstlervereinigung art club um den Dichter und Maler Albert Paris Gütersloh, entwickelte die Wiener Gruppe auf der Basis einer gemeinsamen Opposition gegen Konservativismus und Provinzialismus im Kulturleben Österreichs nach dem Ende des 2. Weltkriegs ein provokatives Literaturkonzept, das durch einen avantgardistischen „methodische[n] inventionismus” alle Formen kultureller Tradition aufzusprengen suchte. Dabei zeigten sich die teils individuell, teils gemeinschaftlich erarbeiteten Werke deutlich von Positionen des Dadaismus und Surrealismus beeinflusst; in der kunsttheoretischen Auseinandersetzung bezog die Wiener Gruppe wesentliche Impulse aus der sprachkritischen Philosophie Ludwig Wittgensteins, der Kybernetik und der Tiefenpsychologie.

Bevorzugte Ausdrucksformen und Verfahren der Wiener Gruppe waren Konkrete Poesie (akustische und visuelle Dichtung), Montagen, Dialektgedichte und Chansons. Im Rahmen eines zwischen Kalkül und Exzess oszillierenden Theater-Konzeptualismus kam es zur Aufführung spektakulärer Happenings („macabre feste”, „poetische demonstrationen”): Von hier führen signifikante Entwicklungslinien zum Wiener Aktionismus. Im Juni 1957 präsentierte sich die Wiener Gruppe im Rahmen einer „monsterlesung” in einem kleinen Wiener Theater erstmals der Öffentlichkeit; die beiden „literarischen cabarets” 1958 und 1959 markieren die Höhepunkte der Gemeinschaftsarbeit. Der Selbstmord Konrad Bayers 1964 bedeutete die endgültige Auflösung der Gruppe. Zum weiteren Umfeld gehörten Ernst Jandl und Friederike Mayröcker.

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