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Windows Live® Suchergebnisse WieskircheEnzyklopädieartikel
Wieskirche, barocke Wallfahrtskirche „Zum gegeißelten Heiland auf der Wies” bei Steingaden in malerischer Voralpenlandschaft Oberbayerns. Ein Meisterwerk im Zusammenspiel von elegant-strenger Architektur und festlich-heiterer Innenraumdekoration, ist die Wieskirche das Gemeinschaftswerk der Brüder Dominikus und Johann Baptist Zimmermann, von denen der Erste als Baumeister und Stuckator, der Zweite als Freskenmaler arbeitete. Dass zwischen Planung, 1744, und Schlussweihe, 1754, nur zehn Jahre lagen, förderte die Einheitlichkeit des Ensembles. Der längliche Baukörper wird akzentuiert durch den mittleren Zentralbau unter hohem Mansarddach, den vierachsigen Langchor unter niedrigeren Satteldächern und den zweigeschossigen Turm. Dieser Akzentsetzung antwortet der durch seine großen Fenster lichte, ovale Zentralraum im Inneren, als Gemeinderaum sparsam dekoriert, der in den durch Stuckmarmore üppig farbig gestalteten Chor einleitet. Beide Raumeinheiten verbinden die illusionistischen Gewölbefresken und die weiß gefassten Holzskulpturen des Hochaltars und an den Pfeilern des Gemeinderaumes (Ägid Verhelst und Anton Sturm). Seit 1983 gehört die Wieskirche zum UNESCO Weltkulturerbe.
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