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Hans Graf Yorck von Wartenburg

Enzyklopädieartikel

Hans Graf Yorck von Wartenburg (1759-1830), preußischer Offizier, schloss 1812 die Konvention von Tauroggen.

Yorck wurde am 26. September 1759 in Potsdam geboren. Er zeichnete sich in den Kriegen gegen Frankreich seit 1794 aus (siehe Koalitionskriege) und wurde 1811 zum Generalgouverneur von West- und Ostpreußen ernannt. Im Russlandfeldzug Napoleons (siehe Napoleonische Kriege) war er Befehlshaber des preußischen Hilfskorps. Nach dem Rückzug und der Niederlage der Grande Armée erklärte Yorck in der eigenmächtig von ihm mit der russischen Seite am 30. Dezember 1812 abgeschlossenen Konvention von Tauroggen die preußischen Truppen für neutral. Die Übereinkunft gab den Auftakt zur Erhebung Preußens gegen Napoleon, zu der Yorck im Februar 1813 in der Ständeversammlung in Königsberg aufrief. Nachdem seine eigenmächtige Handlungsweise in Tauroggen zunächst vom preußischen König getadelt worden war, erwarb er sich in den Schlachten der Befreiungskriege gegen Frankreich weiteren Kriegsruhm; Anfang Oktober 1813 erkämpfte er mit der Schlesischen Armee unter Gebhard Leberecht Blücher bei Wartenburg den Elbübergang. 1814 wurde Yorck in den Grafenstand erhoben, 1821 zum Feldmarschall ernannt. Yorck starb am 4. Oktober 1830 in Klein Oels.

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