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Windows Live® Suchergebnisse ZapotekenEnzyklopädieartikel
Zapoteken, Eigenbezeichnung Penizaa (Wolkenvolk), indianische Ethnie in Südmexiko. Die etwa 400 000 Zapoteken sind im Bundesstaat Oaxaca von der Sierra Madre del Sur bis zum Golf von Tehuantepec ansässig. Ihre Sprache gehört zur Oto-Mangue-Familie und besteht aus mehreren Untergruppen. Größere kulturelle Unterschiede können zwischen den Berg-Zapoteken im Norden und den Tal-Zapoteken im Süden ausgemacht werden. So bestehen bei den Berg-Zapoteken noch Elemente der vorchristlichen Religion und damit verbunden ein ausgefeiltes System von Riten, die Ereignisse wie Geburt, Hochzeit, Tod begleiten, wogegen die Tal-Zapoteken rein katholisch sind. Wirtschaftliche Grundlage bilden Ackerbau, Handwerk und Handel, wobei die Familie, die in männlicher Abstammung gezählt wird, eine Hausgemeinschaft und wirtschaftliche Einheit bildet. Die Zapoteken sind Nachkommen der präkolumbischen mesoamerikanischen Kultur der Zapoteken, die nach dem Zusammenbruch der olmekischen Herrschaft ab etwa 700 v. Chr. am Bergmassiv des Monte Albán, nahe der heutigen Stadt Oaxaca, das Zentrum ihres zukünftigen Reiches gründeten (Taniquiecache). Dieses dehnten sie in der Folge durch militärische Eroberungen aus. Die größte Machtentfaltung der Zapoteken kann gegen Ende der präklassischen Periode, im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr., ausgemacht werden. Im Spätklassikum, um etwa 700 n. Chr., war das Zapotekische Reich, dessen Gebiet im 16. Jahrhundert zum Imperium der Azteken gehörte, untergegangen. Eine bedeutende kulturelle Leistung der Zapoteken war u. a. die Entwicklung einer ausgefeilten Bewässerungstechnik. Sie entwickelten einen Kalender, der aus einer 13-Tage-Woche, einem 260-Tage-Jahr und einem 52-Jahre-„Bündel” bestand, und zudem eines der ersten Schriftsysteme auf dem amerikanischen Kontinent.
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