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Windows Live® Suchergebnisse ZeigerpflanzenEnzyklopädieartikel
Zeigerpflanzen oder Indikatorpflanzen, Pflanzenarten, die wegen ihrer spezifischen Standortansprüche als Zeiger für die im Boden vorhandenen Stoffe dienen. Dabei ist der Wert als Zeiger umso größer, je spezieller die Ansprüche der Pflanzenart sind. Beispielsweise können Zeigerpflanzen wie das Galmei-Veilchen (Viola calaminaria) oder die Brassicacee (Malcomia maritima) auf kupfer-, zink- und bleihaltige Böden hinweisen: Dies kann genutzt werden, um die Bodenqualität und eventuell den Untergrund hinsichtlich Bauvorhaben, Erzlagerstätten oder Abraumhalden einzuschätzen. Auch die Beurteilung der Nährstoff- und Feuchtigkeitsverhältnisse in land- und forstwirtschaftlichen Böden kann durch Zeigerpflanzen erleichert werden: Brennnesseln können als Nährstoffzeiger dienen, Seggen als Feuchtezeiger. Ebenso können geologische Kartierungen von Zeigerpflanzen (z. B. für Kalk oder Silicatgestein) profitieren. In Gewässerökosystemen weisen manche Pflanzen auf ein gestörtes Gleichgewicht hin. Kommen Arten wie Wasserlinsen vor, die sehr nährstoffhaltiges Wasser bevorzugen, dann zeigen sie die Gefahr auf, dass das Gewässer durch Eutrophierung umkippen kann. Pflanzen reagieren im Allgemeinen empfindlicher auf Umweltgifte als etwa der Mensch. Man kann daher besonders sensible, spezialisierte Pflanzenarten als Zeigerarten für die Bioindikation von Umweltbelastungen verwenden. So können bestimmte Varianten von Tabakpflanzen das geruchlose Ozon in der Luft durch eine charakteristische Fleckung anzeigen. Siehe auch Bioindikator
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