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Windows Live® Suchergebnisse BruchwaldEnzyklopädieartikel
Bruchwald, auch Bruch oder Brücher, an den Ufern von Gewässern oder in Geländesenken mit hohem Grundwasserspiegel verbreiteter Wald. In Mitteleuropa bestehen Bruchwälder vor allem aus Schwarzerlen, aber auch aus Weiden, Moorbirken, Kiefern und Fichten. Im Unterschied zu den Auenwäldern werden sie nur gelegentlich überschwemmt und erhalten daher kaum Düngung durch Schwebstoffe. Nach den gelegentlichen Überschwemmungen trocknen die Böden zumindest oberflächlich aus; Letzteres ist für die Ansiedlung der Schwarzerle unerlässlich. Der mindestens 10 bis 20 Zentimeter starke Bruchwaldtorf besteht aus Pflanzenresten, die im durchnässten Boden durch Organismen nur langsam zersetzt werden. Im Unterwuchs des Bruchwaldes gedeihen besonders stickstoffliebende und an die Nässe angepasste Arten wie die Sumpfdotterblume oder der seltene Sumpf-Pippau. Bruchwälder sind wirtschaftlich ohne Bedeutung, sie werden daher oft entwässert oder in monotone Pappelforste umgewandelt. Dadurch gehen jedoch für den Naturschutz wertvolle Lebensräume verloren.
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