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Windows Live® Suchergebnisse ErdkernEnzyklopädieartikel
Erdkern, der innerste Bereich der Erde. Der Erdkern besitzt einen Durchmesser von ungefähr 7 000 Kilometern. Er liegt unterhalb des Erdmantels und beginnt in einer Tiefe von etwa 2 900 Kilometern. Der äußere Kern reicht bis in eine Tiefe von etwa 5 100 Kilometern, daran schließt sich der innere Kern an, der bis zum Erdmittelpunkt in 6 370 Kilometer Tiefe reicht. Der Erdkern ist der direkten geologischen Beobachtung nicht zugänglich. Die Auswertung der Laufzeiten von Erdbebenwellen zeigten, dass der äußere Kern flüssig ist, der innere Kern dagegen fest. Der geschmolzene äußere Metallkern erzeugt das Magnetfeld der Erde. Berechnungen ergaben, dass der Erdkern nur 16 Prozent des Volumens, aber etwa ein Drittel der Gesamtmasse der Erde ausmacht und wahrscheinlich aus Eisen und Nickel besteht. Die Temperatur des Erdkerns beträgt von außen nach innen zunehmend schätzungsweise 3 800 °C bis 4 300 °C oder sogar 5 000 °C, die Dichte nimmt von 9,7 Gramm pro Kubikzentimeter im äußeren Kern bis 16 Gramm pro Kubikzentimeter im inneren Kern zu (die durchschnittliche Dichte der Erde beträgt 5,5). Die Grenze zum Erdmantel markiert eine seismische Diskontinuität, die Wiechert-Gutenberg-Diskontinuität. An dieser Grenze fällt die Laufgeschwindigkeit von Erdbebenwellen sprunghaft ab, um dann zum Erdmittelpunkt hin wieder langsam zuzunehmen, und an ihr werden Erdbebenwellen reflektiert und gebrochen. An dieser Grenzschicht steigt auch die Dichte sprunghaft an. Insgesamt ist die Grenze Mantel/Kern die markanteste Diskontinuität des Erdinneren. Zwischen äußerem und innerem Kern ist eine weitere, aber schwächere Diskontinuität festzustellen. Geophysiker von der Columbia University in New York City berichteten 1996, dass der Erdkern relativ zur Erdkruste und zum Erdmantel etwas schneller rotiert und sich pro Jahr um etwa 1,1 Grad ostwärts bewegt; das entspricht einer jährlichen Verschiebung von 20 Kilometern. 2002 stellten die Geowissenschaftler Miaki Ishii und Adam M. Dziewonski nach Auswertung seismischer Aufzeichungen die Theorie auf, dass sich innerhalb des inneren Kerns noch einmal ein „inner-most inner core”, ein „innerster innerer Kern” erkennen lasse. Er soll einen Durchmesser von ungefähr 600 Kilometern aufweisen. Möglicherweise weist er eine andere chemische Zusammensetzung als der „äußere innere Kern” auf.
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