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    Tölzer Kurier ... 01.10.2007 14:00 Uhr | aktualisiert: 29.11.2007 01:02 Uhr Hilde Gerg ist Mama geworden

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Hilde Gerg

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Katja Seizinger, Martina Ertl und Hilde GergKatja Seizinger, Martina Ertl und Hilde Gerg

Hilde Gerg, eigentlich Mathilde Gerg, (*1975), deutsche Skiläuferin; Olympiasiegerin im Slalom 1998, Teamweltmeisterin 2005, Weltcupgewinnerin im Super-G 1997 und 2002. Ab Mitte der neunziger Jahre zählte sie zehn Jahre lang zur Weltspitze im alpinen Skisport der Frauen.

Gerg wurde am 19. Oktober 1975 in Bad Tölz (Bayern) geboren. Sie begann bereits im frühen Kindesalter mit dem Skifahren und trat dem Skiclub Lenggries bei. Zwischen 1991 und 1993 wurde sie in verschiedenen Disziplinen insgesamt sechsmal deutsche Jugendmeisterin. In der Saison 1993/94 ging sie erstmals im Weltcup an den Start, und es gelang ihr auf Anhieb ein Sieg in einem Super-G-Rennen in der Sierra Nevada. 1994 wurde Gerg bei den Olympischen Winterspielen in Lillehammer (Norwegen) Sechste in der Kombination, und sie wurde Juniorenweltmeisterin im Super-G. In den beiden folgenden Wintern konnte sie nicht an die Erfolge ihrer ersten Weltcup-Saison anknüpfen. Die Saison 1996/97 verlief für Hilde Gerg wieder sehr erfolgreich: Bei der Weltmeisterschaft 1997 in Sestrière (Italien) holte sie sowohl in der Kombination als auch im Super-G die Bronzemedaille. Außerdem gewann sie den Disziplinweltcup im Super-G, in der Gesamtwertung belegte sie Rang drei hinter der Schwedin Pernilla Wiberg und ihrer Teamkollegin Katja Seizinger.

Den größten Erfolg ihrer Karriere hatte Hilde Gerg 1998 bei den Spielen von Nagano (Japan), wo sie Olympiasiegerin im Slalom wurde und in der Kombination Bronze hinter Seizinger und Martina Ertl erreichte. Mit dem dritten Platz im Gesamtweltcup beendete sie die Saison. Bei der WM 1999 in Vail (USA) verpasste sie mit zwei vierten Plätzen (Super-G und Kombination) die Medaillenränge knapp, erreichte aber im selben Winter Rang zwei in der Gesamtweltcup-Wertung hinter Alexandra Meißnitzer und vor Renate Götschl (beide Österreich). Im Februar 2000 erlitt sie beim Super-G-Training einen Beinbruch und musste die Saison vorzeitig beenden. In Folge der Verletzung wandte sich Gerg verstärkt den Speeddisziplinen zu. Bei der WM in Sankt Anton 2001 holte sie Bronze im Super-G, in der Abfahrt wurde sie Sechste. Die Olympischen Spiele 2002 in Salt Lake City (USA) endeten für Gerg mit einer Enttäuschung: Durch ihre Erfolge im Weltcup hoch favorisiert, verpasste sie sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G die Medaillenränge und belegte Rang vier bzw. fünf. Sie beschloss die Saison mit dem zweiten Gewinn des Super-G-Weltcups und Rang vier in der Gesamtwertung.

Nach einem im Dezember 2002 erlittenen Kreuzbandriss gelang ihr erneut der Anschluss an die Weltspitze. In der Saison 2003/04 kam sie wieder auf Platz vier im Gesamtweltcup hinter ihrer aufstrebenden jungen Mannschaftskollegin Maria Riesch. Bei der Weltmeisterschaft 2005 in Bormio (Italien) gewann Gerg zusammen mit Florian Eckert, Martina Ertl, Felix Neureuther, Monika Bergmann-Schmuderer und Andreas Ertl die Goldmedaille im neu geschaffenen Teamwettbewerb. Nach einem Sturz im Training in Copper Mountain (USA), bei dem sie sich eine schwere Knieverletzung zuzog, beendete Hilde Gerg im November 2005 ihre Karriere. In 295 Weltcuprennen gelangen ihr 20 Siege und 61 Podestplätze. Die vielseitige Rennläuferin gewann Weltcuprennen in allen vier Disziplinen – eine Leistung, die neben ihr nur die Österreicherin Petra Kronberger, die Schwedinnen Pernilla Wiberg und Anja Pärson sowie die Kroatin Janica Kostelić vorweisen können.

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