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Lebende Fossilien

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Komoren-QuastenflosserKomoren-Quastenflosser

Lebende Fossilien, heute noch vorkommende Pflanzen- und Tierarten, die sich seit Jahrmillionen kaum verändert haben. Das Überleben dieser Arten war nur bei relativ konstanten Umweltbedingungen möglich, z. B. in der Tiefsee, auf Inseln und in unzugänglichen Urwaldgebieten.

Ein typisches lebendes Fossil ist Nautilus, ein Kopffüßer mit Außenschale, wie wir es von den ausgestorbenen Ammoniten aus der Jura- bis Permperiode kennen. Erst 1938 entdeckt wurde der Quastenflosser, der bei den Komoren in Tiefen bis 800 Meter vorkommt. Fossil ist diese Tierform aus der Triaszeit bekannt. Weitere typische lebende Fossilien sind Pfeilschwanzkrebse und die auf Inselgruppen vor Neuseeland vorkommende Brückenechse, die fossil aus der Jurazeit bekannt ist. Diese Vertreter der Urzeit liefern Evolutionsbiologen wertvolle Hinweise zum Verständnis der Aufspaltung und Differenzierung der Arten. So lebte Nautilus in praktisch unveränderter Form bereits zu Zeiten des „Urvogels” Archaeopteryx vor etwa 150 Millionen Jahren. Die Aufspaltung der heutigen Säugetiere fand dagegen erst vor circa 20 bis 30 Millionen Jahren statt.

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