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  • Biographie: Robert Ley, 1890-1945

    1890-1945 Robert Ley NS-Politiker 1890 15. Februar: Robert Ley wird als Sohn eines wohlhabenden Bauern in Niederbreidenbach (Rheinland) geboren.

  • Robert Ley – Wikipedia

    Robert Ley (* 15. Februar 1890 in Niederbreidenbach bei Nümbrecht, Rheinland; † 25. Oktober 1945 in Nürnberg) war als Leiter der Massenorganisation Deutsche Arbeitsfront einer ...

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Robert Ley

Enzyklopädieartikel

Robert Ley (1890-1945), nationalsozialistischer Politiker. Ley wurde am 15. Februar 1890 in Niederbreidenbach östlich von Köln geboren. Er studierte Chemie, meldete sich kurz vor Abschluss seines Studiums beim Ausbruch des 1. Weltkrieges freiwillig und wurde im Sommer 1917 – er war kurz zuvor zu einer Fliegerstaffel abkommandiert worden – abgeschossen. Schwer verletzt kam er in französische Gefangenschaft, aus der er 1920 nach Deutschland zurückkehrte. Er beendete sein Studium und arbeitete in der Folge bei Bayer Leverkusen. Schon früh schloss er sich der NSDAP an; 1925 wurde er NSDAP-Gauleiter im Rheinland, als der er sich zu einem der unermüdlichsten, wirkungsvollsten und fanatischsten Agitatoren der Bewegung entwickelte. Zentrales Thema seiner unzähligen Reden war die Hetze gegen die Juden, die Warnung vor der „jüdischen Verschwörung” und der „Blutschande”. 1928 wurde Ley Mitglied des preußischen Landtages, 1930 kam er in den Reichstag. Im Herbst 1931 wurde sein Gau auf Anordnung des NSDAP-Reichsorganisationsleiters Gregor Strasser geteilt und ihm damit die Machtbasis entzogen; als Kompensation für diesen Machtverlust ernannte Adolf Hitler seinen treuen Gefolgsmann Ley zum Reichsorganisationsinspekteur und im Sommer 1932 zum Reichsinspekteur der NSDAP.

Nach Gregor Strassers Rücktritt von allen Parteiämtern im Dezember 1932 wurde Ley dessen Nachfolger als Reichsorganisationsleiter der NSDAP und erhielt damit die Kontrolle über die gesamte Parteiorganisation. Nach der Zerschlagung der Gewerkschaften, die im Wesentlichen von Ley durchgeführt worden war, übertrug ihm Hitler im Mai 1933 die Führung der neu gegründeten Deutschen Arbeitsfront (DAF). Ley baute die DAF zur größten Massenorganisation des nationalsozialistischen Deutschlands und zu einem riesigen Unternehmenskomplex aus; gestützt auf ihre politische und wirtschaftliche Macht übernahm die DAF zunehmend Funktionen des Staates und der Privatwirtschaft.

Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde Ley von den Amerikanern verhaftet und als einer der Hauptkriegsverbrecher angeklagt (siehe Nürnberger Prozesse); dem Prozess und der Verantwortung entzog er sich am 25. Oktober 1945 im Nürnberger Gefängnis durch Selbstmord.

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