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Sierra Nevada (Spanien)

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Alhambra am Fuß der Sierra NevadaAlhambra am Fuß der Sierra Nevada

Sierra Nevada (Spanien), Hochgebirge im Südosten Spaniens, südlich der Betischen Kordillere. Das etwa 100 Kilometer lange und rund 40 Kilometer breite Gebirge umfasst mit dem Mulhacén (3 477 Meter) und dem Pico de Valeta (3 428 Meter) die höchsten Erhebungen der Iberischen Halbinsel. Der aus paläozoischen Gesteinen (u. a. Gneise, Schiefer) aufgebaute Kern wird in weiten Teilen von mesozoischem Kalkgestein bedeckt, das teilweise durch Erosion bereits abgetragen wurde. Zahlreiche glaziale Formen (u. a. Kare, Moränen) zeugen von einer ehemals bis auf etwa 2 000 Meter hinunterreichenden Vergletscherung.

Laubbäume sind bis an die Waldgrenze verbreitet. Bis in eine Höhe von etwa 1 500 Metern gedeihen Edelkastanien, bis circa 1 800 Meter finden Eichen geeigneten Lebensraum. Die Höhengrenze der agrarischen Nutzung verläuft etwas oberhalb von 2 000 Metern. Wichtige Anbauprodukte sind Kartoffeln und Getreide. Intensiver Bewässerungsfeldbau wird in der Alpujarras genannten, hoch gelegenen Beckenlandschaft im südlichen Teil der Sierra Nevada betrieben. Hier werden u. a. Zitrusfrüchte und Gemüse kultiviert.

Während der vergangenen Jahrzehnte nahm die touristische Nutzung der Sierra Nevada stark zu. Zahlreiche Orte wie etwa Solynieve entwickelten sich zu bedeutenden internationalen Zentren des Wintersports. Die touristische Infrastruktur ist in diesen von November bis Mai frequentierten Skigebieten hervorragend ausgebaut. 1996 fanden in der Sierra Nevada die alpinen Skiweltmeisterschaften statt.

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