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UNESCO Weltnaturerbe

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UNESCO WeltnaturerbeUNESCO Weltnaturerbe

UNESCO Weltnaturerbe, die von der UNESCO als besonders erhaltenswert eingestuften Naturdenkmäler; zusammen mit dem UNESCO Weltkulturerbe bildet es das Welterbe.

Im Mittelpunkt des UNESCO Weltnaturerbes steht die Bewahrung landschaftlich schöner oder wissenschaftlich interessanter Gebiete sowie der Schutz von Lebensräumen bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Der Erhalt von Naturdenkmälern ist in Zeiten einer stark zunehmenden Weltbevölkerung und der damit verbundenen Ausweitung von Siedlungs- und Agrarflächen sowie des intensiven Rohstoffabbaus und eines alarmierenden Artensterbens eine immer schwierigere und somit immer notwendigere Aufgabe. Nach dem Konzept der UNESCO obliegt die Verantwortung für den Erhalt der schützenswerten Güter nicht den betreffenden Staaten, sondern der Menschheit.

Die UNESCO hat es sich zur Aufgabe gemacht, Natur- und Kulturdenkmäler als Stätten des Welterbes von „außergewöhnlich universellem Wert” zu schützen. Die Internationale Konvention für das Natur- und Kulturerbe der Menschheit wurde 1972 verabschiedet. Über die Aufnahme der Stätten in die Liste des Welterbes der Menschheit entscheidet ein internationales Sonderkomitee. Wichtige Kriterien für die Aufnahme eines Denkmals sind seine Einzigartigkeit und ein überzeugender Erhaltungsplan. Nach einer Aufnahme in die Liste des Welterbes gewährt die UNESCO bei den Maßnahmen zum Erhalt finanzielle Unterstützung. Durch besondere Gefahren wie Naturkatastrophen oder Kriege stark bedrohte Stätten des Welterbes werden in eine so genannte Rote Liste aufgenommen. Für den Erhalt der gefährdeten Stätten wird besondere Unterstützung gewährt.

Die Liste des Welterbes umfasste 2007 insgesamt 851 Denkmäler in 141 Staaten. Davon sind 660 Kulturdenkmäler und 166 Naturdenkmäler. Weitere 25 Denkmäler gehören sowohl dem Kultur- als auch dem Naturerbe an. In Deutschland gibt es 31 Kulturdenkmäler und ein Naturdenkmal (Fossilienlagerstätte Grube Messel bei Darmstadt, aufgenommen im Jahr 1995). Österreich ist mit acht Kulturerbestätten auf der UNESCO-Liste des Welterbes vertreten und die Schweiz mit fünf Kulturerbestätten und zwei Naturerbestätten (dem Monte San Giorgio und der Alpenregion Jungfrau mit Eiger und Mönch, Aletschgletscher und Bietschhorn). Weitere Naturdenkmäler des Welterbes sind u. a. das Große Barrierriff vor der Nordostküste Australiens, der Nationalpark Plitvice in Kroatien, der zu Ecuador gehörende Nationalpark Galápagos-Inseln, der Yellowstone-Nationalpark in den USA, das Donaudelta an der rumänischen Schwarzmeerküste, der Nationalpark Doñana im Südwesten Spaniens, die Vulkane von Kamtschatka im Fernen Osten Russlands und der Nationalpark Kilimanjaro im Nordosten Tansanias.

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