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Windows Live® Suchergebnisse Deutsche Telekom AGEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Deutsche Telekom AG, eines der weltweit führenden Dienstleistungsunternehmen der Telekommunikations- und Informationstechnikbranche; Hauptsitz des Konzerns ist Bonn. Die Deutsche Telekom ist ein Nachfolgeunternehmen der Deutschen Bundespost (siehe Deutsche Post AG). Mit In-Kraft-Treten der ersten Postreform am 1. Juli 1989 wurden die drei Unternehmensbereiche der Bundespost (Telekom, Postdienst und Postbank) in selbständige öffentliche Unternehmen mit eigenem Management umstrukturiert. Nach einer Grundgesetzänderung und dem In-Kraft-Treten des Postneuordnungsgesetzes vom 29. Juni 1994 wurden die drei Unternehmen zum 1. Januar 1995 in Aktiengesellschaften (siehe Gesellschaftsformen) umgewandelt; damit wurde der Grundstein für die Privatisierung gelegt. Im November 1996 ging die Deutsche Telekom AG an die Börse. Anfang 2007 waren rund 68 Prozent des Grundkapitals im Streubesitz, etwa 15 Prozent befanden sich im Besitz des Bundes und knapp 17 Prozent im Besitz der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Im Zuge der ersten Postreform (1990) wurde das ursprünglich staatliche Monopol der Telekom für das Fernmeldewesen auf den Telefondienst und das Festnetz beschränkt, der Markt für den Mobilfunk wurde freigegeben. 1998 wurde auch dieses eingeschränkte Monopol aufgehoben. Zur Sicherung des fairen Wettbewerbs auf dem Telekommunikationsmarkt in Deutschland nahm 1998 die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (seit Juli 2005 Bundesnetzagentur) ihre Arbeit auf.
Das Hauptgeschäft der Deutschen Telekom ist in drei Segmente untergliedert. Im Segment (1) Breitband/Festnetz ist die Geschäftseinheit T-Com für die Infrastruktur des Festnetzes verantwortlich und bedient Privatkunden sowie Kleinunternehmen. Die zweite Einheit dieses Segments ist das für das Internet- und Breitbandgeschäft zuständige und bislang eigenständige Unternehmen T-Online. T-Online wurde 1996 aus der Deutschen Telekom AG ausgegliedert und im Juni 2006 wieder eingegliedert. Im Segment (2) Geschäftskunden bündelt die Deutsche Telekom mit T-Systems ihr Geschäft mit großen und mittelständischen Unternehmen. T-Mobile schließlich ist für das Segment (3) Mobilfunk zuständig, in dem die Telekom ihren Hauptumsatz erzielt. Die Deutsche Telekom ist weltweit in mehr als 50 Ländern tätig und erwirtschaftet mehr als 40 Prozent ihres Jahresumsatzes im Ausland. Ihr Anteil am Telekommunikationsmarkt in Deutschland wurde 2006 auf knapp 50 Prozent geschätzt. Weil das Festnetzgeschäft stark rückläufig ist, plant die Telekom die Auslagerung von etwa 50 000 Beschäftigten der Geschäftseinheit T-Com in Servicegesellschaften.
2006 erwirtschaftete die Deutsche Telekom einen Umsatz von 61,3 Milliarden Euro und steigerte das Vorjahresergebnis um 2,9 Prozent (2005: 59,6 Milliarden Euro). Der Konzerngewinn ging von 5,6 Milliarden Euro (2005) auf 3,2 Milliarden Euro (2006) zurück. Diesen Rückgang führte der Konzern u. a. auf die Entwicklung auf dem inländischen Markt zurück, insbesondere auf den gestiegenen Wettbewerb im Festnetzgeschäft sowie auf das langsamere Wachstum im Bereich Mobilfunk. Ende 2006 waren etwa 248 000 Mitarbeiter beim Konzern beschäftigt (2005: etwa 244 000 Beschäftigte).
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