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Windows Live® Suchergebnisse Gewerkschaft LederEnzyklopädieartikel
Gewerkschaft Leder, ehemalige Arbeitnehmerorganisation für Beschäftigte der Leder erzeugenden und verarbeitenden Industrie in der Bundesrepublik Deutschland. Die Gewerkschaft Leder war bis 1997 eine der Mitgliedsgewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Sie fusionierte im Oktober 1997 mit der IG Bergbau und Energie und mit der Industriegewerkschaft Chemie - Papier - Keramik zur IG Bergbau, Chemie, Energie. Der Sitz des Hauptvorstandes war in Stuttgart, letzter Vorsitzender war Werner Dick; die Mitgliederzahl betrug im März 1997 circa 22 500. Vorläuferorganisationen der späteren Gewerkschaft waren berufsständische Verbände in den sechziger und siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts: u. a. Gantiers Français (Verein der französischen Handschuhmacher) von 1850 und die Offenbacher Unterstützungskasse Buchbinder- und Portefeuiller-Gesellschaft (1860), der liberale Gewerkverein der Lederarbeiter, der bis 1933 bestand, seit 1869 der Verband der französischen Handschuhmacher Deutschlands, ab 1872 der Allgemeine Deutsche Weißgerberverband und Allgemeine Deutsche Sattlerverein; 1875 folgten die Gewerkschaft der Schuhmacher, 1885 der Zentralverband der Gerber und Zurichter. Nach der Sozialistengesetzgebung formierten sich die Lederarbeiter ab 1890 neu im Deutschen Lederarbeiter-Verband, im Zentralverband der Schuhmacher und im Deutschen Sattler-Portefeuiller-Verband. Diese drei Verbände wurden ebenso wie der Christliche Lederarbeiterverband 1933 zerschlagen. Die Reorganisation der ehemaligen berufsständischen Verbände und die Gründung der Gewerkschaft Leder erfolgte im April 1949 in Kornwestheim.
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