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Windows Live® Suchergebnisse Industriegewerkschaft Medien - Druck und Papier, Publizistik und KunstEnzyklopädieartikel
Industriegewerkschaft Medien - Druck und Papier, Publizistik und Kunst (IG Medien), Arbeitnehmerorganisation für Beschäftigte in Kultur und Medien sowie in der Druckindustrie in der Bundesrepublik Deutschland, 2001 aufgelöst und in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) aufgegangen. Die IG Medien bzw. die Nachfolgeorganisation ver.di ist Mitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Die IG Medien entstand 1985 durch den Zusammenschluss mehrerer Einzelgewerkschaften und Berufsverbände, die sich in den Fachgruppen, in die sich die IG Medien gliederte, erhalten haben. Diese Fachgruppen sind: Druckindustrie und Zeitungsverlage, Papier- und Kunststoffverarbeitung, Rundfunk/Film/Audiovisuelle Medien (RFFU), Journalismus (dju/SWJV), Literatur (VS), Bildende Kunst (BGBK/SBK), Darstellende Kunst (IAL/Theater), Musik (DMV/GDMK) sowie Verlage und Agenturen. Die Wurzeln eines der großen Fusionspartner, der IG Druck und Papier, reichten weit ins 19. Jahrhundert zurück: 1848 konstituierte sich in Mainz die Nationale Buchdruckerversammlung, 1866 wurde der Deutsche Buchdruckerverband gegründet, 1873 der Verband der Buchbinder und verwandter Geschäftszweige, der sich nach Aufhebung der Sozialistengesetze Verband der Buchbinder und Papierverarbeiter nannte, und 1890 schlosssen sich die Lithographen zu einem Verband zusammen. Diese Verbände waren noch reine Facharbeiterorganisationen, in denen Frauen, die vor allem Hilfstätigkeiten ausübten, nicht organisiert waren. 1898 kam es zur Gründung des Verbandes der in Buchdruckereien und verwandten Gewerben beschäftigten Hilfsarbeiter und -arbeiterinnen, der sich 1920 in Verband der graphischen Hilfsarbeiter und -arbeiterinnen umbenannte. Andere Vorläuferorganisationen, die sich später in der IG Medien wiederfanden, waren: der Allgemeine Deutsche Musiker-Verband von 1872, der sich nach dem 1. Weltkrieg mit dem Zentralverband der Zivilmusiker Deutschlands zum Deutschen Musiker-Verband vereinigte, und die 1901 gegründete Internationale Artistenloge (IAL). Nach der Zerschlagung der freien Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten 1933 konnte sich eine Druckergewerkschaft erst am 29. November 1948 als Industriegewerkschaft Druck und Papier in München neu gründen. Ihr angeschlossen waren die Arbeiter und Angestellten der Berufsgruppen Buch-, Tief- und Flachdruck, Schriftgießerei, Bildherstellung, Buchbinderei und Papierverarbeitung. 1951 entstand die Fachgruppe Journalisten (seit 1960 Deutsche Journalisten-Union, dju). 1950 hatte sich die Gruppe Funk in der Gewerkschaft Kunst gebildet. 1968 organisierten sich die Beschäftigten bei Film, Funk und Fernsehen in der Rundfunk-Fernseh-Film-Union (RFFU). 1946 war bereits auch der Schutzverband Bildender Künstler (SBK) entstanden; später entstand auch die Gewerkschaft der Musikerzieher und konzertierenden Künstler (GDMK). Alle diese Berufsverbände schlossen sich dann 1985 zur IG Medien zusammen. Im November 1999 stimmte ein Sonderkongress der IG Medien grundsätzlich der Fusion mit den Gewerkschaften ÖTV, DAG, HBV und DPG zur Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zu. Im März 2001 beschloss die IG Medien auf einem weiteren Sonderkongress ihre Selbstauflösung und schloss sich mit den vier anderen Fusionsgewerkschaften zu ver.di zusammen. Zuletzt hatte die IG Medien etwa 175 000 Mitglieder und war damit der kleinste der fünf Fusionspartner.
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