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Holozän

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Geologische ZeittafelGeologische Zeittafel

Holozän, der jüngste geologische Zeitabschnitt, der 8 000 Jahre vor Christi Geburt begann und bis zur Gegenwart dauert. Das Holozän ist nach dem Pleistozän die zweite Epoche in der Periode des Quartärs (siehe geologische Zeitrechnung). Eine veraltete Bezeichnung für das Holozän lautet Alluvium.

Das Holozän ist als 10 000 Jahre umfassender Zeitraum geologisch gesehen ein äußerst kurzer Zeitabschnitt. Es folgt auf die pleistozäne Eiszeit und ist mit der so genannten Nacheiszeit oder dem Postglazial identisch, eigentlich aber eine Zwischeneiszeit (Interglazial) oder Warmzeit. Die Klimaschwankungen während des Holozäns waren relativ gering. Die Tier- und Pflanzenwelt entsprach zu Beginn der Epoche schon den gegenwärtigen Verhältnissen. Während des Holozäns entstanden und entwickelten sich die für die menschliche Kultur und Wirtschaft grundlegend wichtigen Böden.

Vor allem aber ist das Holozän das geologische Zeitalter, in dem der Mensch und die Folgen seiner Tätigkeit einen schnell wachsenden Einfluss auch auf die Prozesse der Natur gewonnen haben, der Mensch also zum geologischen Faktor geworden ist. Das Holozän begann mit der Kulturstufe des Mesolithikums; darauf folgten das Neolithikum (siehe Steinzeit), die Bronze- und Eisenzeit sowie schließlich die historisch überlieferte Zeit. Weit reichende Folgen menschlicher Kulturtätigkeit für den Naturhaushalt hatte zunächst der Ackerbau. Das Industriezeitalter hat aber in sehr kurzer Zeit (etwa 200 Jahre) tief greifende Veränderungen mit sich gebracht, die teilweise katastrophale Folgen für die Ökologie im regionalen wie globalen Maßstab nach sich ziehen. Im Forschungsbereich der Geowissenschaften sind dies vor allem die Verschmutzung von Wasser, Boden und Luft, Veränderungen des Grundwasserspiegels, Versteppung und Wüstenbildung (Desertifikation), verstärkte Erosion, insbesondere Bodenerosion (siehe Bodenverschlechterung), die Zerstörung der Ozonschicht (siehe Ozonloch). Die geowissenschaftlich markanteste Veränderung ist die globale Erwärmung des Klimas in Folge der Verbrennung fossiler Energieträger. Dies führt u. a. zum Abschmelzen der Gletscher in den Hochgebirgen und der polaren Eismassen und dadurch langfristig zu einem Anstieg des Meeresspiegels.

Siehe auch Umweltschutz; Ökologie

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